Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
219
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Achtes Buch.

219

(101) Auf die Airna eine gemeine Wittwe.

Virna, der der Mann gestorben, klaget itzt, sie sey Niemandes;Falls mit ihr gedicnct wäre, will sie sevn des ganzen Landes.

(102) Wiedergebrachte Jungferschaft.Der die Jungferschaft benommen,Kann sie wiederum bekommen,Wenn es ihr vielleicht gelingt,Daß sie eine Tochter bringt.

(103) David durch Michal verborge».Die Michal legt ein Bild ins Bett, an Davids Statt,Und dann zu seinem Haupt ein Fell von einer Ziegen:Will mancher, wie ein Bild, im Bette stille liegen,Giebt man ihm insgemein ein Fell das Hörner hat.

(104) Wein.

Euter Wein verderbt den Bcntcl, böser schadet sehr dem Magen;Besser aber ists, den Beutel als den guten Magen plagen.

(105) Nurnbcrgischc Unterhandlung.Was zu Nnrnbcrg wird gehandeltWird gewiß was Gutes seyn;Denn gut Ding darf gute Weile.Wo es sich zum ärgste» wandelt,Und mit Hoffmmg nicht trifft ein,Gebe »iemand Schuld der Eile.

(10K) Wcishcitliebende.Die in Sachen, die, wer weiß wo und was sind, witzig sind,Diese sind in denen Sache», die vor Augen, oft ein Kind.

(107) Auf den Arkas.Slrkas ruft viel Hochzcitgästc. Woher hat er Geld genommen?O! es sollen nicht die Gäste, die Geschenke sollen kommen.

(108) Nichts neues unter der Sonne."

Wie jetzt die Zeiten sind, so waren vor die Zeiten:

Denn Salomon sah anch auf Pferde» Knechte reiten,

* Pred, Sal, x, 7, 8. Ich sahe Knechte auf Rossen, und Niesten zu Fiike gehn,wie Knechte. Aber wer eine Grube macht, wu'd selbst drein satten, li. s. w.