Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
259
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eilftes Buch.

26!)

(93) Fürstliche Kleidung. (°)

Gerechtigkeit, das Kleid, und Recht, den Fiirstcnhut,Wer diese beide trägt, derselbe Fürst steht gut.

(94) Menschliche Unvollkommcnheit.

Daß wir unvollkommen find wenn wir dieß erkennen,Kann man dieß Erkenntniß schon eine Bcßrung nennen.

(95) Einfältiges Gebet.

Die Einfalt im Gebet ist großer Witz vor Gott ;Genug wer ihm vertraut und nennet bloß die Noth.

(96) Eingeborne Diener.

Wahr ists, daß von fremden Bäumen man doch Fruchte haben kann:Wer die Früchte samt den Bäumen eigen hat, ist besser dran.

(97) Die Gelegenheit.

Der Will ist zwar ein Neisemann, der da und dort hin will:Spannt ihm Gelegenheit nicht vor, so kommt er nicht ans Ziel.

(98) Leichtgläubigkeit.

Wer gar nichts glaubt, glaubt allzuwcnig; wer alles glaubt, glaubt gar zu viel;Behutsamkeit hilft allen Dingen: im Mittel ist das beste Ziel.

(99) Salz und Kreuz.

Das Kreuz und auch das Salz find beide gleich und gut:Das faule Fleisch dämpft dieß, und das den wilden Muth.

(100) Auf den Morus.

Morus ist zwar wohl kein Narr, nur daß Manchem Wunder nahm,Daß er alles stieß heraus, was ihm in die Backe» kam.

(101) Zustand.

Beßres Glücke könnt ich leiden; kömmt es nicht? ich bin vergnügt;Wenn fichs nur mit mir nicht ärger, als ich itzt es habe, fügt.

(102) Auf den Lcporinus.

Zcporinus jagt mit Hnndcn, Better Hasen nachzusetzen:Kennten ihn die Hunde besser, würden sie ihn selber Hetzen.

('> Hivb xxvui, t4.

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