Friedrichs von Logan Sinngedichte.
(403) Ans den Flavian.
Ein Spiegel ist dein Herz, du guter Flavian:Es niimiit die Bildungen von jeder Schönheit an.
(104) Auf den Firmlis.
Firmus ist ein treuer Buhler, ist wie die Magneten,Die sich nie von einem Sterne zu dem andern drehten.
(105) Sine reiche Alte.
Reich und haßlich liebt man halb: —Ist Aarons goldncs Kalb .
(106) Auf den Siccus.
Siccns ist ein frommcr Mann; und es ist die Sage,Daß er (wenn er nichts mehr hat) faste manche Tage.
(107) Auf den NarribertuS.
Gut macht Muth. Wenn Narribcrtus nnr zwey Thaler bey sich l,al,Weiß er durch das Thor zu gehen keinen Raum und keine» Rath.
(108) ein ungesalzen Gastgebot.
Kein Wnndcr ists, daß sich daselbst ein Ekel findt,Wo Wirth, wo Kost, wo Gast nicht recht gesalzen sind.
(109) Waschhaft.
Ein Plandrer stiftet Haß, pflegt Freundschaft zu vcrstörcn.Wer nichts verschweigen kann, soll billig auch nichts hören.
(110) Sin Mensch des andern Wolf.
Meine Dienste: sagt die Welt. — Deine Dienste sind so gut,Liebe Welt, als wie der Dienst, den der Wolf den Lämmern thut.
(111) Leib und Seele.
Ist die Seele Wirth, und der Leib ihr Haus:Wie daß dieses denn jenen oft jagt aus?
(112) Sin geschminkter Freund.
Ptochus rufet seinen Freund in der Noth nm Bevschub an:Dieser schickt ihm Hülfe zu, spannet aber Krebse dran.