vilftes Buch.
(113) Trunkenbolde.
Die, die immer gerne trinken, müssen nicht sehr weit gedenken:Wenn sie jetzt getrunken haben, soll man ihnen wieder schenken.
(114) Auf den Knospus.
Knospns hat zwev tausend Gulden auf sein Lernen angewandt.Wer dafür ihm fünfzehn zahlet, zahlet mit gar reicher Hand.
(11Z) Soldaten.
Brodt und Wasser giebt man Sündern, die am Galgen sollen büßenWaren Krieger den» noch arger? denn sie mußten es oft missen.
(11k) Ein Freund.
Weißt du, wer ei» guter Freund wirklich ist und billig heißt? —Der sich, wenn du ihn nicht siehst, deinem Namen Freund erweist.
(117) Ein aufgeklärtes Eemülh.
Besser als durch Aderlässen reiniget man sein Geblüte,
Wenn man schwere Sorgen meidet und sich freuet im Gemüthe.
(118) Rathschläge.
Dieses ist der beste Rath, den man kann zu Werke setzen:Weisheit, die nicht wirken kann, ist für Thorheit nur zn schätze».
(119) Gerechtigkeit.
Das Recht schleußt für die Armen sich in ein eisern Thor:Schlag an mit goldncm Hammer, so kommst du hurtig vor.
(120) Die Wahrheit.
Weil die Wahrheit harte klinget und zu reden schwer kommt an,Schont sie mancher, der sich fürchtet, sie verletz' ihm einen Zahn.
(121) Frauenzimmer.
Wer will der Weiber Tück erkunden und entdecken?
Sie sind geschmückt so schön! gehn in so langen Nocken!
(122) Auf deu LanuS, der mit großer Mühe nichiS lhal,
Herr Banns ist ein Mann der nimmermehr kann ruhn:Er müht sich, daß er schwitzt, im leeren Garnichtslhun,