Zwölftes Buch.
(17) Vom Orpheus und der Vuridice.
Niemand um ein todtes Weib fahrt zur Holt in unsern JahreinAber um ein lebend Weib will zur Hölle mancher fahren.
(18) An den Plutus.
Du hast viel Preis, und glaubst dieß sey der Ehre Sohn;O nein! der Heuchelet): man preiset dich ums Lohn.
(19) Zärtlichkeit.
Wer gar kein Ungemach begehret auszustehen,
Muß in der Welt nicht seyn, muß aus der Menschheit gehen.
(20) Auf den Gniscus.
Gniscus thut niemanden nichts, dennoch ist ihm niemand gut.Eben darum, weil er nie keinem etwas Gutes thut-
(21) Auf den Elaukus.
Um einen Sack voll Geld nahm Glaukus, wie ich meyne,Sein ausgeflclschtcs Weib, den alten Sack voll Beine.
(22) Stehlen.
Stehlen darf nicht viel Verlag, und hat dennoch viel Genieß;Tragt es sonst auch nichts mehr ein, ist doch Holz und Hanf gewiß.
(23) Das andere Weib.
Die andre Frau pflegt lieber als erste Frau zu sehn. —Das macht, es ist die erste nichts mehr, als Asch und Bein.
(24) Auf den Fürsprecher Lallus.
Wenn Lallus etwan Sachen hat, ist allen Richtern bange;
Sie födern ihn: Ums Recht? o nein, — er redet grausam lange.
(26) Freundschaft und Gold.
Gold und Freunde sind gleich köstlich: jederlei) von dieser WaarSucht man mühsam, findt man sparsam, hat man immer mit Gefah
(26) Das Leben.
Lcbctcn wir hier stets nach unserm Willen,Würde Lebenslust nimmermehr sich stillen.