Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
289
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ZW!»

Zugabe. 28'.»

Fahr im Friede! Gott wills habe».Aber lasse deine GabenDeine, das znm Troste mirUcbrig blieben ist von dir.Fabr im Fried'! ich kanns nicht wenden,Bin zu schwach des Herren Händen.Du zeuchst weg, wo ich itzt bin;Doch wo du bist, komm ich hin.

(9) An mein väterliches Gut, welches ich drey Jahr nicht gesehen.

Glück zu, du ödes Feld! Glück zu, ihr wüsten Auen!Die ich, wenn ich euch seh, mit Thränen muß bclbauen,Weil ihr nicht mehr sevd ihr: so gar hat euer» StandDer freche Mordgott Mars von Grund aus umgewandt.Sevd aber doch gegrüßt! scvd dennoch vorgesetzetDem alle», was die Stadt für schön und köstlich schätzet!Ihr wart mir lieb, ihr sevd, ihr bleibt mir lieb und werth;Ich bin, ob ihr verkehrt, doch darum nicht vcrkchrt,Ich bin noch der ich war. Scvd ihr glcich sehr vernichtet,So bleib ich dennoch euch zu voller Gunst verpflichtet,So lang ich Ich sevn kann; und wird mein Sevn vergeh»,Mag meine Musc denn an meiner Stelle siebn.

Gehab dich wohl, o Stadt! die du in deinen ZinnenZwar meinen Leib gehabt, nicht aber meine Sinnen;Gehab dich wohl! Mein Leib ist »nn vom Kerker los;Ich darf nun nicht mehr sevn wo mich zu sevn verdroß.

Ich habe dich, du mich, du süße Vatcrerdc!Mein Feuer glänzt nunmehr auf meinem eignen Herde.Ich geh, ich steb, ich sitz, ich schlaf, ich wach umsonst;Was mir dort theuer war, das kann ich hier aus GunstDes Herren der Natur um Habedank genießenUnd um gesunden Schweiß; darf nichts hingegen wissenVon Bortheil und Betrug, von Hinterlist und Neid,Und allem dem, wodurch man sich schickt in die Zeit.Ich' ein selig Brodt, mit Schweiß zwar cingctciger,Doch das durchs Beckers Kunst und Hcscn hoch nicht steiget,Das zwar Gesichte nicht, den Magen aber füllt,Und dient mehr, weil es nährt, als weil es Heller gilt.Mein Trinken ist nicht falsch: ich darf mir nicht gedenke»,Es scv gcbrauen zwier, voni Brauer und vom Schenken;Lcsimgs Meeke v. 19