M2 Friedrichs von Logen, Sinngedichte. Wörterbuch.
Ey, ich wills ihm ein noch treiben; dieses Ding muß seyn gerochen;"für: ich wills ihm noch eintreiben.
Lieb und Geiz sind solche Brillen, welche dem, der auf sie stellt,"für: der sie aufstellt:c- Ztzo müssen wir uns durch die Um-kehrung helfen: er stellt es auf, er trieb es ein; und in derunbestimmten N)cise durch das Wörtchcn ;u: einzutreiben, auf-zustellen; und in zwey vergangenen Feiten durch die Sylbege- er hat eingetrieben, er hatte aufgestellt. Alles gute Mit-tel; die wir aber zuweilen nicht ohne Zwang und Weitschwei-figkeit gebrauchen können.
-lejzm s,ckt« -rux sli ocu ,»5« «6 ZZttc.«
F.ogau seyet die Endsylbe ley, die wir iyt nur bey dentheilenden Zahlwörtern dulden wollen, auch zu fast allenArten von Fürwörtern, und erlangt dadurch, (wie man esnun nennen will) ein^7ebenwort, oder ein unabänderlichesBeywort von besonderm Nachdrucke. Z. E.
Zu etwas Großen noch wird Sordalus wohl werden,Denn seinerley Geburt ist nicht gemein auf Crdcn !c. °"
Wie weitschweifig müssen wir itzt dafür sagen: „denn eine Ge-burt, wie seine war zc.
Du Schelme, du Bauer! So zierliche Titel
Verehrten die Krieger den Bauern ins Mittel.
Nun Krieger getreten i» Zippclpclzordcn
Sind dieserley Titel Besitzer sie worden, fDiescrley, sagt hier nicht so viel, als dieser; es scheinet auchnicht so viel zu sagen, als dergleichen, sondern es begreift bey-des: Dieser und dergleichen Titel. Ucbcrdcm da wir dieses lcybey den uncigcntlichcn Fürwörtern sehr wohl leide»; denn wirsagen ohne Tadel, mancherley, solcherley, kcinerlcy, viclcrlcy,allerley: warum sollte es nicht auch an die eigentlichen Für-wörter gesetzt werden können? Die Schlcsische Mundart könniuhier mit der Schweizerischen übcrcin, welches man aus folgenderStelle, die Frisch aus Geilers von Raysersberg Posiille an-führet, ersehen wird. Sie erläutert zugleich den Gebrauch die-ser Fürwörter in ley vortrefflich. „Ein Sun ist nit anders,
° Sinngedicht 1041. " Sinngedicht 1317. Sinngedicht 77».
5 Sinngedicht 1586.