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Friedrichs von Logan Sinngedichte.
nachstehenden kleinen Wörterbuche häufig antreffen. Man wirdaber wohl sehen, daß unsere Absicht weder hier noch dort ge-wesen ist, alle Eigenthümlichkeiten der Schlcsischcn Mundartdamit zu erschöpfen. Sie kommen bey unserm Dichter nichtalle vor, und von denen, welche vorkommen, haben wir, wieschon gedacht, nur diejenigen ausgesucht, von welchen er einigenNutzen gezogen, und von welchen auch noch unsre heutigenSchriftsteller vielleicht einigen Vortheil ziehen könnten.
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Abgleichen; einen oder etwas abgleichen, rolerrv. Sinng.1A>Kinder — — —Die des Baters tapfern Sin»Und der Mutter schönes KinnLieblich werden «begleichen,
Ablangsrund, wofür wir itzt länglichrund, oval, sagen.Sinng. 2410. wo der Dichter von der Figur der Erde redet,wie sie damals geglaubt wurde:Ist der Erdkreis, wie man nicvnt, ablangsrund als wie ein Ev :c.Allcngefallenheit ein ziemlich unbchülflichcs und von demDichter ohne Zweifel gemachtes Wort, für: das Bestreben al-len zu gefallen. Vielleicht könnten es noch die Gottcsgclchrtcnbrauchen, die «^o-x-t« des H. Paulus auszudrücken.
Alter Aeit an statt in alten Zeiten, vor Alters. (V. 102.)Jakobs Stamm klagt alter ZeitUeber schwere Dicnstbarkeit.
Flemming sagt:
„Die Freude mitte nehmen„So sich gicbet dieser Zeit -c.
Nach eben der Art sagen wir noch: stehendes Fußes, geradesWeges ?c.
Angehen, einen; in dem eigentlichsten Verstände, für an-fallen. Sinngcd. 726.
Er stellt viel fester noch als feste Zedern stehn,
Die Regen, Thau, Reif, Schnee, Frost, Hitze wird angchn.
Angesichts braucht Logau als ein Ncbcnwort nicht un-glücklich, vielleicht weil ihn augenblicklich, in einem Augen-