Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
313
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Wörterbuch.

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Gehn noch auf unsern Wegen,Die ihrer Druden LiederNicht ließen sinken nieder.

Diese Bedeutung war also zu seiner Zeit noch bekannt. Beyviel spätern Schriftstellern wird man sie schwerlich finden.Denn ohngcfähr dreyßig Jahr darauf mußte sie Sandra« be-reits seinen Lesern in einer Anmerkung erklären. (S. der deut-schen Akademie zweyten Hauptthcils erste Abth. S. 42.)

Demmen. Dieses Zeitwort braucht Logau, dem ersten An-sehen nach, in zwey ganz verschiedenen Bedeutungen. LLinmalheißt es ihm so viel als verdunkeln, dcmmcricht machen.Sinng. 1667.

Gottes Wort leucht helle,Gottes Wort lauft schnelle:Wer denn will es demmcn?Wer denn will es hemmen?

Ein andermal bedeutet es schlemmen, prassen. Anh. 228.

In vollem Sause leben, nur schlemmen, dcmmcn, zehren,

Ist hofcmaßig. Sorgen, woher es zu gcwcurcn,

Damit sind ihre Köpfe mit nichte» zu beschweren.Frisch hat die erstere Bedeutung gar nicht, und aus der zweytenmacht er ein besonderes Wort, das er vor sich, und nicht un-ter Dcmmcrung anführet. Es sind aber beide Bedeutungen soverwandt, daß auch mit der zweyten eigentlich der Begriff inder Demmerung zu verbinden ist. Der Spate in seinem Sprach-schatze sagt sehr wohl: ZOemmen xropr!« vtt, noetes convivlisvlFilatas llueero, in tonoliris porpowro. Ktatim auteinyuamcuri<mo illtomper-mtiam A Iielluatlonem tianslerrl em^iil.

Denken. Logau macht hicvon ein unpersönliches Zeitwort:es denkt mich, memlnl. Sinng. 84.

Es denkt mich noch ein Spiel bey meinen jungen Iahren.Wir erinnern, im Vorbeygehen, daß man einen Unterschiedmachen könnte unter denken, cogitarv, und unter gedenken,recoräari. Doch der Unterschied ist schon gemacht, wird nurnicht allemal beobachtet.

Deube, die; für Dicbstahl. Sinng. 2808.--Keine Dcubc bleibt verhohlen.