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Friedrichs von kogau Sinngedichte.
und in seinen Schriften hin und wieder deutsche Wörter affck-tirc, ist eine bekannte Sache.
Z.
Ihrzen; mit einem in der zweyten Person des Pluralis re-den. Es ist dieses die Ucbcrschrift des 49«, Sinngedichts imAnhange, worinn unser Dichter diese unnatürliche Art zu redenverwirft. Was würde er von uns, seinen Nachkommen, sagen,die wir aus dem Ihr gar Sie gemacht haben?
Isis deutscher Art gemäß mit Worten so zn spielen?Wir heißen Einen Ihr, und reden wie mit vielen.Ei» Glück für unsere Poesie, daß sie das natürliche Du überallbehalten hat! So wie man ibrzen sagt, sagt man auch duzen,erzen, siezen:c.
Inner sagt Logau öfters für in, innerhalb. (VIII. 98.) Erhat sein Grab inner einem frommen Naben. (VI. 6.) Sie gehtinner Gold und Seide her. Desgleichen (V. 14.) inner dem Magen.
Insclr schreibt Logau , der Aussprache seines Landes gemäß,wofür wir itzt Inscklitt und Unschlitt schreiben. Sinng. 1338.
K.
Rar für Koch. Sinng. 2723.
Die Lieb ist wie der Schwalbcnkat,Verblendet wen sie troffen hat.
Rerb, der; für das Kerbholz. (XIII. II.) der drüber sei-nen Kerb wohl halten wird.
Riefeln, so viel als zanken, keifen. Sinng. 1634.
Mit der ich Schätzchcn und Herzchen mich heiße,
Kieffel und beiße.
Von dem alten Rieb, ira, Mgium.
Rieslingstein für Kieselstein. Sinng. 10V3.Kindeln, sich wie ein Kind aufführen. Sinng. 1082.
— — Verdruß zu mindern
Kindeln Männer oft mit Kindern.
Auch das Hauptwort Rindeley für Kindcrcy, Tändele»), kömmtbey unserm Dichter vor. Sinngcd. 1160.
Was in meiner Jugend Mähen
Von der Venus Kindclcvcn