Wörterbuch.
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Rindern, heißt nicht: sich kindisch auffuhren, sondern Kin-der zur Welt bringen. (IX. 102.)
An manchen Orte» ists so Brauch, die Weiber müssen jährlich kindern.So sagt auch Tschcrning enrkindert, für der Kinder beraubt:(Frühl. S. 54.)
„Steigt dieses, Herr, zu Herzen„Daß ihr cntkindcrt seyd?„Ihr seid auch frey von Schmerze»:„Wo Kinder sind, ist Leid.
Rlapf, der: von klopfen; so viel als Schlag! wie dennauch die Alten Donnerklapffür Donncrschlag sagten. Sinng. 808.' — — so wird ein jeder Stein,Womit man nach uns wirft, ein Klaps am Himmel seyn.Rncbelham. Logau sagt; Sinng. 2024.Bcit tragt eine Flegclkapp über einer Knebclhaut:c.um zu sagen, daß Veit der unhöflichste und ungeschliffensteMensch von der Welt sey. Rnebel nnd Klegel ist hier eines;beides bedeutet einen bäurischen Menschen: »ppellumus, sagt derSpare, Iiominom »Frettem einen Rnebel. Knebel aber ist soviel als Knüppel: auch ein Rlocz bedeutet in der gemeinen Sprachenichts bcsscrs. Mit dieser Bedeutung stimmen die übrigen Wör-ter dieser Art sehr natürlich zusammen: als, die Rnebel derFinger, Einen knebeln, ein Kncbclbart, ein Kncbclspicß; daßman also Unrecht thun würde, wenn man solche von Rnabeherleiten und mit einem a schreiben wollte, wie wir irgendwogefunden haben.
Rnechtere;?, sagt Logau, und will damit nicht so wohl dieKnechtschaft ausdrücken, als vielmehr etwas, das sich für keinenfreyen Mann, sondern für einen Sklaven schickt. Sinng. 883.Diener tragen ingcmcin ihrer Herren Livercy:Solls denn seyn, daß Frankreich Herr, Deutschland aber Diener sey?Freyes Deutschland, schäm dich doch dieser schnöden Änechterey.Rosen. Sinng. 1174.
Die Buhlcr sind Bienen, die Jungfer» sind Rosen,Gedanke» sind Honig, zum Schmeicheln und Kosen.Dieses Zeitwort, welches so viel als reden, schwarzen, bedeu-tet, ist ziemlich rar geworden. Der Ucbcrsctzcr des Don-Gni-