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Friedrichs von Logo» Sinngedichte.
Reichen, für herkommen, entspringen. Sinngedicht 13.Kinder werden danncn reiche» :c,Ztzt brauchen wir dieses Wort mchrcnthcils nur von dem reichenan einen <vrr hin, und nicht mehr von dem reichen von einemGrte her.
Reichthum. Logau sagt das Reichthum, so wie das Ei-genthum, das Fürstcnthum tt. Auch Gpitz sagt so. Unterunsern neuern Schriftstellern finden wir es gleichfalls. (SieheDon-Quixottcns 2 Theil XX Cap.)
Reisemann, für Wandersmann- (XI. 97.)Reisig, für rcitcrmäßig, wie ein Ritter. Sinng. 2768.Denn ich kann nicht rcisig kommen ans dem blanke» Dichtcrpfcrde;Gicht die hat mich ausgcsticfelt, daß ich itzo spornlos werde.
Röchen, für roth machen: (XIII. 10.)
Doch dünkt mich daß PoetenNoch mehr als andre rothen,Was Todtcnasche blasset.
Rüger, clolator. Sinng. 911.
Einen Lügner, einen Tricgcr,Einen Schmeichler, einen Nügcr !e.
Rund, 1. für bestimmt, ohne Umschwcif, ohne Zurückhal-tung. Sinng. 960.
Und bitten um Verzeih», und beichten rund und frey -c.(X. 28.)
Und euch fei» rund und kurz erklären sc.2. für schlüpfrich, wankclmüthig. Sinng. 17.So lebt ihr beide nun, lebt eines in der Liebe,Lebt eines In dem Sinn; damit euch nicht betrübeDes Glückes runde Macht; denn seine Tück und NeidHat keinen andern Feind als Lieb nnd Einigkeit.
Desgleichen Sinng. 623.
Ich bin von Herzen Feind den runden Samarittcrn,Die itzund warm, itzt kalt zc.
Und zweyte Zugabc Sinng. 212.
Gut Gewissen wanket nie,Beuget auch kein knechtisch KnieVor der runden Menschcnqunst.