340
Friedrichs von Logan Sinngedichte.
son, als vielmehr das Zaudern selbst, die Zaudcrhaftigkcit be-deuten, so wie Trübsal, Zrrsal, nicht die Person sondern dieSache bedeutet.
Schaffen; so viel als befehlen, gebieten. Sinngedicht 403.Weil Recht ein Knecht itzt ist, dem Frevel hat zu schaffen :c.Desgleichen Sinng. 1395.
Diener, denen Fürsten schaffen :c.Zn der vergangenen Zeit heißt es geschafft:
Den Lastern ist geschafft, zu halten Fevcrtag. Sinng. 869.Da hingegen geschaffen oreatus heißt.
Schanze in der Bedeutung des holländischen It-ms, Anlaß,Gelegenheit, Gluck. Unser Dichter sagt: (IX. 39.)
Aufzubringen erste Schanze:c.für das erste Kapital einen Handel damit anzufangen. Einemetwas zuschanzen, in die Schanze schlagen oder geben, (II.19.) auf seine Schanze achten ?c. Lauter Redensarten, dieaus diesem alten Schanze zu erklären sind, und mit den Schan-zen der Krieges-Baukunst nichts als den Klang gemein haben.Scheinlich; was einen guten Schein hat. (IX. 49.)Der Ehre scheinlich Gift.Er sagt auch Scheinlichkcit, in eben diesem Verstände.Sinng. 1834.
Scheinlichkeit.Mancher trägt ein Ehrenkleid, hüllet drunter einen Tropf;Mancher trägt auf altem Rumpf dennoch einen Kindcrkopf.Scheltbar. Sinng. 191.
Wahrheit steckt in dir, o Wein!Wie will der denn schcltbar seyn,Der, die Wahrheit zu ergründen,Sich beym Bacchus viel läßt finden?
Schild. Einer Jungfer in Schild reiten, sagt Logan,Sinngcd. 2601. mit einer leichtfertigen Zweydeutigkeit, anstattihr eine Grobheit erweisen. Eine ähnliche Redensart: einemin den Schild reden, erkläret Frisch.
Schimpf, in der alten Bedeutung für Scherz; kömmt hinnnd wieder vor. Z. E. (VII. 19. IX. 29.)