Wörterbuch.
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so würde man kürzer sagen können: Die Dichter verbürgen denHelden die Unsterblichkeit; sie sind Bürge dafür, daß dieseihnen werden soll.
Vergehen, sich; braucht Logan in der eigentlichsten Bedeu-tung für, sich verirren. (XII. 72.)Trullus hat ein schönes Wcib. Wenn sie an der Thiirc steht,Sicht man nicht, daß leicht ein Hund sich bey ihr ins Haus vergeht.Vergnüglichkeit und Gnüglickkeit (XIII. 8.) nennt Loganwas sonst auch Zdcgnügsamkeit heißet; (VI. 62. VIII. 61.) dieTugend, mit seinen Umstanden zufrieden zu seyn, «^i-«?--««.verkünden, für verkündigen, kund thun. (VIII. 97.)Verlast, als das alte Präteritum von verlieren; daher anchVerlust. Sinng. 1689.Da sich nun Deutschland , was der Krieg verderbt'hat und verlast,Daß Friede dieses wiederbringt, vcrbcsscrt und vcrsast.Verleiben. Sinng. 2661.Wiewohl sich Maun und Frau in Einen Leib vcrlciben zc.Von diesem verleiben ist einverleiben, gemacht worden, wofürman vor Alters cinlciben sagte. Man sehe des Herrn HaltausGlossarium unter diesem Worte.
verprachren; kömmt von dem oben angeführten Zeitworteprachten her, und heißt so viel als, mit Prangen durchbrin-gcn: (IV. 25.)
Morus war in hohen Ehren, wagte was er hatt', auf Ehr.Als cr alles nun verprachtet:c.Daß in der alten Ausgabe verprachert steht, muß man sichnicht irren lassen; es ist ein offenbarer Druckfehler. Sein Ver-mögen durch Prachern oder Betteln durchbringcn, (welchesverprachern bedeuten müßte,) giebt hier gar keinen Verstand.
Verraiten, von dem obigen rairen; heißt so viel als berech-nen, Rechnung wovon ablegen. Sinngcd. 2762.Die Vormundschaft dcr Untcr» vcrwaltcn Obrigkeiten,Die müssen sie dort oben zu seiner Zeit verraiten.VerschilSrvacht. Unser Dichter sagt sehr schön von einemguten Gewissen. Zweyte Zugabe 99.