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5 (1839)
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Abhandlungen über die Fabel.

vrroro immunem pnstoäit snimum, pro^terea «niocl si.irum antal'uccurioilnt vocha, «niilms montom suam v.xvrlmero ^otorat.Er behält daher die Benennungen der aphthoinanischcn Einthci-lung bey, lind weis die Wahrheit, die er nicht darinn gefunden,so scharfsinnig hinein zu legen, daß sie das vollkommene Anseheneiner richtigen philosophischen Einthcilung bekömmt.Wenn wirBegebenheiten erdichten, sagt er, so legen wir entweder denSubjecten solche Handlungen und Leidenschaften, überhaupt solchePrädicarc bey, als ihnen zukommen; oder wir legen ihncn solchebey, die ihnen nicht zukommen. Zn dem ersten Falle hcissen esvernünftige Fabeln; in dem andern sittliche Fabeln; undvermischte Fabeln hcisscn es, wenn sie etwas so wohl vonder Eigenschaft der sittlichen als vernünftigen Fabel haben."

Nach dieser Wölfischen Verbesserung also, beruhet die Ver-schiedenheit der Fabel nicht mehr auf der blossen Verschiedenheitder Subjecte, sondern auf der Verschiedenheit der Prädicatc,die von diesen Subjecten gesagt werden. Ihr zu Folge kanneine Fabel Menschen zu handelnden Personen haben, und den-noch keine vernünftige Fabel seyn; so wie sie eben nicht noth-wendig eine sittliche Fabel seyn muß, weil Thiere in ihr auf-geführet werden. Die oben angeführte Fabel von den zweydampfenden -Höhnen, würde nach den Morrcn des Aphtho-nius eine sittliche Fabel seyn, weil sie die Eigenschaften unddas Betragen gewisser Thiere nachahmet; wie hingegen U?olfden Sinn des Aphthonius genauer bestimmt hat, ist sie einevernünftige Fabel, weil nicht das geringste von den Hähnendarinn gesagt wird, was ihnen nicht eigentlich zukäme. So istcs mit mchrcrn: z. E. der Vogelsteller und die Schlange *; derHund und der Koch^; der Hund und der Gärtner"'"'; der Schä-fer und der Wolf^: lauter Fabeln, die nach der gemeinen Ein-thcilung unter die sittlichen und vermischten, nach der verbes-serten aber unter die vernünftigen- gehören.

Und nun? Werde ich es bey dieser Einthcilung unsers

° I'ilb. L,eloi>. gz.°° ?-lb. ^elop. 34.

^etop. «7.^ ^t-toi>. 7l.