IV. T'011 dem Vortrage der Fabeln. 417
tcn ein Theil für den König oder für die Schatzkammer desStaats, bey Seite gelegt. Und dieses Theil, sagt der Löwe,gehöret mir, jZ«a-iX,x>^ ^«9 »^l; das zweyte Theil gehört mirauch u5>,' ^ to-lli^ xc>l^(t>i'^i>, »ach dem Rechte der gleichenTheilung; lind das dritte Theil x«xov ^1^« o-<-i ?ro^o-x^ ^
^>r^ k^x^i^^ cf>>.>vxti'.
^->b. 11. I.Veiigri »telli, eomito eum vollot len,<>o»t<?x!t illiun liutleo, >K admanuit sinn,!,l7t niluotit voce teirerot fenis >.^c.
lju-v clum ^avontos oxitus notos pvtuiit,
I^von!« oslllZinitur Iioirondo im^otu.Der Löwe verbirgt den Esel in das Gesträuche; der Esel schreyet,die Thiere erschrecken in ihren Lagern, und da sie durch diebekannten Ausgange davon fliehen wollen, fallen sie dem Lö-wen in die Klanen. Wie ging das zu? Konnte jedes nurdurch Einen Ausgang davon kommen? Warum mußte es gleichden wählen, an welchem der Löwe lauerte? Oder konnte derLöwe überall seyn? — Wie vortrcflich fallen in der griechischenFabel alle diese Schwierigkeiten weg! Der Löwe und der Eselkomme» da vor eine Höhle, in der sich wilde Ziegen aufhalten.Der Löwe schickt den Esel hinein; der Esel scheucht mit seinerfürchterlichen Stimme die wilden Ziegen heraus, und so könnensie dem Löwen, der ihrer an dem Eingange wartet, nichtentgehen.
9. I/idr. IV.
pl.'1'ktk! impolmt luiütoi' nollls llug-i)
prni»i!s loplotum vitiis iiost teiFum llvclit,
^lienis antc- poetus lulpenllit Aravom.Inpirer hat uns diese zwey Säcke aufgelegt? Er ist also selbstSchuld, daß wir unsere eigene Fehler nicht sehen, und nur scharf-sichtige Tadlcr der Fehler unsers Nächsten sind? Wie vielfehlt dieser Ungereimtheit zu einer förmlichen Gotteslästerung?Die bessern Griechen lassen durchgängig den Zupitcr hier ausdem Spiele; sie sagen schlecht weg: ^.1.-^9^0-; 6^0 niM«? -x«-
cr?v^ cpxpkl; oder: 6^10 nlZ9«? x^r^i/rxZ'« ?01^ 7-9«x^oi-! ll. s. w.Lcslmgs Werke V. 27