Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
13
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Ueber die Fabeln ans den Zeiten der Minnesinger.

ständigkcit, entweder vorzuziehen oder nachzusetzen. Zch willalso, ohne alle Wahl, so wie das Buch auffällt, einige Fabeln,mit möglichster Sorgfalt Buchstabe für Buchstabe copirct, hiermittheilen, und von der ersten den Anfang machen.

I.

AinsmalS ein äffe kam gcrant

Do er viel guter misse vant

Der hette er gessen gerne

Zm was gesagt von dem kerne6. Der wer gar lustiglich unde gut

Beswert was sein thuiner mnt

Do er der pitterkeit cntpfant

Der schalen darnach zu hant

Begreift' er der schalen hertikcit4t>. ZZon den missen ist mir gcscit

Sprach er das ist mir worden kunt

Si haben mir vcrhonet meinen munt

Hyn warft' er sie zn derselben fart

Der kerne der nussc im nyc wart,. Demselben äffen sein gleich

Beide jung arme unde reich

Die eurch kurze pitterkeit

Verschmchen lange snsikeit

Wcnne man das fcucr enznntcn willM. So wirk des Rauches dick zu vil

Der thut einem in den äugen we

Wenn man darzu blcset mcc

Biß es enzundct wirt wol

Und daü hitz gibt als es sol26. Das feuer sich kaum crwigt

Das es hizc und licht gibt

Also ist es umb geistlichs leben

Welches mensch sich got will ergeben

Der mi'ß haben gros leiden30. Und viel dinges vermeiden

Darnach in viel mancher hertikcit

Im ein anfanck ist bereit