Ueber die Fabeln ans den Zeiten der Minnesinger.
ständigkcit, entweder vorzuziehen oder nachzusetzen. Zch willalso, ohne alle Wahl, so wie das Buch auffällt, einige Fabeln,mit möglichster Sorgfalt Buchstabe für Buchstabe copirct, hiermittheilen, und von der ersten den Anfang machen.
I.
AinsmalS ein äffe kam gcrant
Do er viel guter misse vant
Der hette er gessen gerne
Zm was gesagt von dem kerne6. Der wer gar lustiglich unde gut
Beswert was sein thuiner mnt
Do er der pitterkeit cntpfant
Der schalen darnach zu hant
Begreift' er der schalen hertikcit4t>. ZZon den missen ist mir gcscit
Sprach er das ist mir worden kunt
Si haben mir vcrhonet meinen munt
Hyn warft' er sie zn derselben fart
Der kerne der nussc im nyc wart,tö. Demselben äffen sein gleich
Beide jung arme unde reich
Die eurch kurze pitterkeit
Verschmchen lange snsikeit
Wcnne man das fcucr enznntcn willM. So wirk des Rauches dick zu vil
Der thut einem in den äugen we
Wenn man darzu blcset mcc
Biß es enzundct wirt wol
Und daü hitz gibt als es sol26. Das feuer sich kaum crwigt
Das es hizc und licht gibt
Also ist es umb geistlichs leben
Welches mensch sich got will ergeben
Der mi'ß haben gros leiden30. Und viel dinges vermeiden
Darnach in viel mancher hertikcit
Im ein anfanck ist bereit