Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
20
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Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.

dem alten Bambcrgischcn Drucke zu ziehen, der Nutzen dessel-ben sehr geringe seyn würde. Und gewiß hätte es sich kaumder Mühe verlohnet, mehr als mit ein Paar Worten der Ent-deckung desselben zu gedenken. Es wäre ein Leckerbissen für denBücherwurm, und weiter nichts. Doch weit gefehlt, daß esnur dieses seyn sollte: das Beste kömmt noch.

Als ich von vorne herein die Ncrglcichung Fabel vor Fabelanzustellen begann, konnte ich lange keinen andern wesentlichenUnterschied entdecken, als daß in der alten Ausgabe einige derFabeln gänzlich fehlten, welche sich in der neuen finden. Aufeinmal gericth ich im Blättern an das Ende, und fand, daßdieses mit einem Epilog versehen sey, der mir ganz fremd war,und der durch einen besondern Umstand meine schon erlöschendeNcugierdc mit eins wieder erweckte. Hier ist er, dieser Epilog;der mir die erste Hoffnung machte, daß, wo ich diesen Anbruchgefunden, der Ausbeute wohl noch mehr werden dürfte.Wer die pcispil merken wil

Der scze sich auff des cndes zil

Der nutz leit am ende gar

Der pcyspiel ncmet eben war

Die that ist nit also gewesen

Der geschicht als ir habt hören lesen

Tarumb list man ein pcispiel gut

Das weiser werd des menschen mitt.

Hundert pcispil hau ick geleit

An diß puchlcin und ist bcclcit

Gar mit weisen werten

Einfcltiglich an allen orten

Und gezirt sind mein wort

Doch han ich clugcr syun geHort

Ein dürres tal offt treit

Ein kern der susigkeit

Sin cleiner gart offt gcbirt

Schlechte wort und schlecht gericht

Das lebt nu in der werlt nicht

Nil wort undc trump sein geflochten

Der hat nu vast gefochten