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Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.
dem alten Bambcrgischcn Drucke zu ziehen, der Nutzen dessel-ben sehr geringe seyn würde. Und gewiß hätte es sich kaumder Mühe verlohnet, mehr als mit ein Paar Worten der Ent-deckung desselben zu gedenken. Es wäre ein Leckerbissen für denBücherwurm, und weiter nichts. Doch weit gefehlt, daß esnur dieses seyn sollte: das Beste kömmt noch.
Als ich von vorne herein die Ncrglcichung Fabel vor Fabelanzustellen begann, konnte ich lange keinen andern wesentlichenUnterschied entdecken, als daß in der alten Ausgabe einige derFabeln gänzlich fehlten, welche sich in der neuen finden. Aufeinmal gericth ich im Blättern an das Ende, und fand, daßdieses mit einem Epilog versehen sey, der mir ganz fremd war,und der durch einen besondern Umstand meine schon erlöschendeNcugierdc mit eins wieder erweckte. Hier ist er, dieser Epilog;der mir die erste Hoffnung machte, daß, wo ich diesen Anbruchgefunden, der Ausbeute wohl noch mehr werden dürfte.Wer die pcispil merken wil
Der scze sich auff des cndes zil
Der nutz leit am ende gar
Der pcyspiel ncmet eben war
Die that ist nit also gewesen
Der geschicht als ir habt hören lesen
Tarumb list man ein pcispiel gut
Das weiser werd des menschen mitt.
Hundert pcispil hau ick geleit
An diß puchlcin und ist bcclcit
Gar mit weisen werten
Einfcltiglich an allen orten
Und gezirt sind mein wort
Doch han ich clugcr syun geHort
Ein dürres tal offt treit
Ein kern der susigkeit
Sin cleiner gart offt gcbirt
Schlechte wort und schlecht gericht
Das lebt nu in der werlt nicht
Nil wort undc trump sein geflochten
Der hat nu vast gefochten