Romulus und RmiiciuS.
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Geschichte des jungen Papirius ist, dessen Name in Papiusverstellet worden z) wird man von keinem ältern Dichter erzähletfinden. Ob sie aber darum ursprünglich deutsche Erfindungensind, davon ein Mchrercs in meiner zweyten Entdeckung überdiese sogenannten Fabeln aus den Zeiten der Minnesinger,welche den wahren Namen des Verfassers bctrift, und die ichin den zweyten Beytrag vcrsparc. Ich sage itzt nur so viel da-von, daß dieser Name, aus einer Handschrift unsrer Biblio-thek, von Gottscheden mit einer Oscitanz, — ich weiß keinanderes Wort: Unachtsamkeit sagt viel zu wenig — angegebenworden, die schwerlich ihres gleichen haben dürfte.
II.
NomuluS und Niiiu'cius.
Mit jener Entdeckung hatte ich mich wieder ganz in dasFeld der Acsopischcn Fabel verirret. Es war eine Zeit, da ichkeinen Dichter mit mehrcrm Flcisse studierte, als den Phöder.Und damals, wie oft wünschte ich mich in die Bibliothek zuWolfcnbüttcl! Denn nur allzuoft stieß ich, in den Noten desGudius über meinen Autor, auf Dinge, die ich mir dort, undnur dort, aufklären zu können versprach.
Es ist bekannt, daß diese Noten des Gudius über denPhäder, nicht von ihm selbst, sondern vcrschicdne Jahre nachseinem Tode, von dem ältern Peter Durmann herausgegebenworden ("). Und es ist eben so bekannt, daß der größte Theilder hinterlassenen, eignen und fremden Handschriften des Gudiusin unsre Bibliothek gekommen. Nun wußte ich zwar, daß diePapiere, aus welchen Durmann seine Ausgabe besorgt, sich nichtmit darunter befinden könnten, als welche längst zuvor von denErben des Gudius an Graven überlassen worden. AlleinGudius bezog sich in den Noten selbst noch auf so manches,das meine Ncugierdc rcitzte: besonders auf vcrschicdne alte Co-dices, die er selbst zu Rathe gezogen, selbst in Händen gehabt
C) Nchmlich zuerst Ivos. Gudius starb 168S,