Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

44 Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.

sercr Handschrift ist, NaAlttro kulo ^oiÄrms, überschriebe».Und von diesem werde ich schicklicher an einer andern Stelle reden.

Wenn nun also der zu Ulm gedruckte Romulus, mit demin dieser Handschrift von Dijon enthaltenen Nonmlus so genauübereinstimmet: was könnte noch hindern, ihn für eben so gutals den zu erklären, welchen uns NUanr geliefert hat? DieHandschrift von Dijon selbst müßte jünger und daher unsichrerseyn, als die/ welche Nilant vor sich hatte. Daran aber zweifleich sehr. Denn NMitt sagt von dem Alter der scinigen, dieder Bibliothek zu Leiden gehörte, gar nichts: und ich schliesstdaraus, daß es nicht beträchtlich gewesen. Gudius hingegengiebt der Handschrift von Dijon mehr als fünfhundert Zahrc.Lx vetutto cociieo, bezeugt er auf dem Titel seiner Abschrift,Dlvionenti monackorum LvctN LenoäiotiniL. klomdran^ illoeyuinAvnlorum et smplius »rmorum torma prseFrancli exlnliokimtplioü HiKori-v Z^at. I^iliros XXXII, yu'ilius premittedantur Iii^ustuor libelli tslzularum 5ud nomine liomuli cu^jusclam, <juvm«zllis^uis illo l'uorit, oam nomoa nodis eonlletum viclotur, plise-llri nottrl et sakulss et v orka maximam partem tudlegiste, aliasmoiielnmus.

Doch was sage ich, nur eben so gut? Der alte Ulmcr Ro-mulus ist offenbar weit besser, als der Nilantsche; und wir hät-ten diesen, ohne den geringsten Verlust entbehren können. Dennwar die Leidncr Handschrift auch nicht jünger, als die von Di-jon : so war sie doch gewiß von einem weit elendem Abschrei-ber, der nicht allein vier Bücher in eines schmelzte, und allesdaraus wegließ, was ihm nicht anstand, sondern auch den kurz-sichtigen Mönch bey aller Gelegenheit zeigte. Und daß dieseMönchsspurcn sich weder in der Handschrift von Dijon , nochin der alten gedruckten Ausgabe finden, erweckt für beide keinschlechtes Norurthcil. Ein Exempel wird es zeigen, was ichunter diesen Mönchsspurcn verstehe. Man nehme die siebendeFabel nach dem Nilant, welches die sechste im ersten Buche desPhädrus ist.Ein Dieb machte Hochzeit, und Acsopus erzählte,in welches Schrecken einst die Frösche gerathen wären, als dieSonne hcyrathcn wollen." Dieses will auch Romulus nachseiner Art erzählen, und schickt die Moral voraus: a Kutura