Romuliis lind RimiciliS.
51
er mit ausdrücklichen Worten hinzu, daß er Rimicins Heisse,welcher sowohl die prosaische lateinische Uebersetzung dieser, alsauch die deutsche Ucbersetzung der nehmlichen und übrigen Fabelngemacht habe. Rimicius, ein Ztaliäncr, eine deutsche Ucbersetzung!
Ich bin sehr gewiß, daß ich schlechterdings das nehmlicheBuch vor mir habe, welches Nevelet vor sich hatte; nicht bloßein nur ähnliches, wie Nilanr: und man soll nun gleich hören,wie viel Antheil Rimicius daran hat, und ob er auch nur fürden blossen Herausgeber, wie N'ilanr mcynte, mit irgend einerWahrscheinlichkeit könne gehalten werden.
Das Buch ist in klein Folio; und mit dem Orte des Druckeshat es seine Richtigkeit. Es ist zu Ulm , und zwar bey ZohannZeincrn gedruckt. Geendet saliglich von Johanne seiner;nVlm: stchct am Ende, ohne Zahrzahl. Doch wir wissen, daßJohann Feiner zu Ulm von 1473 bis 1484 gedruckt hat; undwenn es wahr ist, daß die erste Ausgabe des Rimicius von1476 ist, so kann dieses sein Werk, in welchem allerdings vondes Rimicius Arbeit verschicdnes vorkömmt, nicht vor 7t>, aberauch nicht nach 84 gedruckt seyn. Näher ist das Zahr desDruckes schwerlich zu bestimmen: und wozu? — Die Stärkebeträgt 270 Blätter: anders kann ich sie nicht angeben, weilSeitenzahlen und Signaturen fehlen. — Bey den übrigen typo-graphischen Kleinigkeiten will ich mich nicht aufhalten; weil siehier ohne Nutzen sind, und ohnedem sich ähnliche ZeincrscheDrucke noch genug finden. Ich komme auf den Znnhalt, denich, Stück vor Stück, mit aller Genauigkeit angeben will.
Nach dem ersten Blatte, auf welchem ein ziemlich grosserAcsopus in Holzschnitt, mit allerley kleinen Beywcrken zu sehen,hebet das zweyte, ohne alle Aufschrift, die sich auf das Ganzebezöge, sogleich mit den Worten an: Vita Llopi tabuwtonsolantlimi e Froeo latina per kimleium laeta »<1 reuervnclil'j'imumpiltrvm äum ^ntlionium tituli 1"ancti t!!ii^toAoni prosditoi'umOarämalmn. Aber anstatt daß nunmehr wirklich dieses Lebenfolgen sollte, so folget vorher ein Borbcricht des deutschen Über-setzers, wovon dieses der Anfang ist: „Das leben des hochbe-„rümten fabeldichters Asopi, uß krichischcr znngen in latin,„durch Rimicinm gemacht, an den hochroirdigen vattcr,
4«