Paulus Silenliarius auf die Pythischeii Bader. 103
gegeben. Demi die ersten dieser geheime» Briefe, sind vondieser nehmlichen Gcsandschaft vom Aangucrus an seinen Herrnerlassen.
V.
Paulus Silentiarkus auf die Pnthlschen Bäder.
Ich ward durch einen Freund veranlasset, einen griechischenCodex von Vorübungen und Reden des K.ibamus, in die Handzu nehmen. Er gehöret unter die Guoischen Manuskripte,und stehet in dem gedruckten Verzeichnisse derselben, welches derübrigen Bibliothek dieses Gelehrten beygefüget worden aufder 538ten Seite, Nummer 59. Er heißt allda Loäex mein-lirkmaeeus, peralltiljuus, optimoo^uo notoe. Allein er ist wederinsmbrimseeus noch por-mtiquus; ob schon das dritte ihm bey-gelegte Prädicat dem ohngcachtct wahr ist, wie es sich hoffentlicheinmal anderswo zeigen wird.
Nach gedachtem gedruckten Verzeichnisse sowohl, als nachunserm geschriebenen, soll dieser Codex weiter nichts als Vor-übungen und Reden des K.ibamns enthalten. Bey dem Um-blättern ward ich aber gewahr, daß er noch verschiedene andereDinge enthält, unter welchen mir die Gemälde des Philo-sirams, Stelleil aus dem Anroninus und eine ziemliche AnzahlEpigramme, sofort in die Augen fielen, die alle von der nehm-lichen Hand, welche den Libanius geschrieben hat, zum Theilohne alle Aufschrift, beygefüget worden.
Dieser letztem, der Epigrammen, erinnerte ich mich wieder,als mir vor einiger Zeit die Nachricht ward, daß ein Gelehrterzu Strasburg eine neue Ausgabe der Anthologie besorge; undich glaubte, eine müßige Stunde nicht besser anwenden zu kön-nen, als wenn ich nachsähe, ob ich etwas darunter fände,welches bey dieser Gelegenheit mitgetheilet zu werden verdiene.
Ztzt will ich anfangen, von meinen Bemerkungen Rechen-schaft zu geben. Denn ich glaube doch, daß meine Neugierdcnicht so ganz vergebens gewesen. Aber ich fange von etwas
(°) vidUolkeca Su-/-i, kilonü t?00.