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9 (1839)
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106
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Zur Geschichte und Litteratur. Erster Beytrag.

eines spätern Griechen, von den Gelehrten wenig gelesen ward,und die es noch etwa lasen, ohne Zweifel am liebsten eineAldinische Ausgabe zur Hand nahmen, deren vierte 1551 er-schienen war. Dieses muß wenigstens der Fall des Clau-dius Ancancherus gewesen seyn, welcher 1586 zu Venedig?auli Lllvlltiarü Hew!amk!a climotra catalscticg, in l'Iiermastnias, latine kacta üp'ieo carmlne, drucken ließ. Denn ob erschon den Griechischen Text nicht beygefüget: so erhellet dochaus seiner Übersetzung, daß er den richtigen, welches damalsnoch der einzige Aldinische war, vor sich gehabt, indem er es wohlhätte sollen bleiben lassen, in einem von den versetzten überallden wahren Zusammenhang zu finden. Za diese versetzten Textemüssen ihm gänzlich unbekannt gewesen seyn, weil er ihrer we-der in der Vorrede noch in den Anmerkungen, die er seinerUebersetzung beygefügt, gedenket, welches er wohl sonst schwer-lich zu Anpreisung seiner Arbeit dürfte unterlassen haben.

Nur erst 1591 bezeigte Bonavemum Vnlcanius. daß erauf das Uebel, wenigstens bey dem Stephanus, geflossen; undhalf ihm ab. Er ließ nehmlich das ganze Gedicht, nachdem eres in Ordnung gebracht, aufs neue drucken, und eignete es demStephanus selbst zu, der ihn eben mit seiner Nut'a piinei^ummonitneo beschenkt hatte. Nitto tid! «v?^?ov, schrieb er sei-nem Freunde, Paul! Lilontisni eannen, yuocl !n ^ntnologiaDpigrammatum lZrseeorum pellimo sb alitnio t^oZrgj>n!R tua;-nio-xviru! nabltum, (rioquo ouim a6<zo ernll'um «^.^cx^i'^i.« inreliWolam tuam clillgentism c-idero potest) a mo roKitutum, etbivvibus aliquot notis lkmanuells, nit! fullor, Llir^solor-L illuttra-tum, wo nominL illkcripli. Aus diesen Worten erhellet zweyer-ley. Vors erste, daß vulcanius nicht gewußt, daß auch nochandere. Ausgaben in gleicher Vcrdammniß sich befinden. Zwcy-tens, daß er auch wohl kaum die Quelle des Uebels gekannt;weil er sonst sich allein die wiederhergestellte Ordnung schwerlichdürfte zugeschrieben haben.

Einige Zahre darauf, trat Fr. XNorell in die Fußtapfcndes Vulcanius. Ob wissentlich, oder nur zufälliger Weise, kannich nicht sagen; weil ich seine Arbeit bloß aus dem Maltaireund Fabricins kenne. F/o,-e?/ttL, sagt der letztere,