Paulus Silentuiriiis auf die Pythischc» Bäder. 1!Z6
seil vermehren? Wärmn sott nicht eben der Paulus Silci^tiarius, der die Epigramme in der Anthologie gemacht hat,auch unser Gedicht gemacht haben? Von diesem aber ist aus-gemacht, daß er erster Gchcimschrcibcr bey dem Kayscr Justi-nianus gewesen: und was ist in unserm Gedichte, warum esnicht ein Gchcimschrcibcr dcs nchmlichen Kayscrs könnte ge-macht haben? So schloß man; und ließ sich um den eigentli-chen Vorwurf dieses Gedichts unbekümmert. Und nun, da wirden genauer kennen; da wir wissen, daß er Bädcr bctrift,wclchc eben der Kayscr so schr verschönert hatte, bey welchemjener Paulus die Stelle eines Silcnliarius bekleidete: solltenwir anders schlicsscn? sollten wir nicht um so viel mehr einGedicht auf diese Bädcr, eben demselben Paulus beylegen?Hiezu kömmt noch, daß er einen andern Bau seines Kayscrsebenfalls besungen: nehmlich der St. Sophie» Kirche in derHauptstadt, wclchc Justinianus , nach dcm Tode seiner Gemah-lin Theodor«, vollenden ließ. Wenn Paulus dieses einerKirche gethan: warum hatte cr es nicht auch Bädern thunkönnen, die gcwisscrmaasscn das Werk seines Kayscrs nochmehr waren, als jene?
Ich frage, warum nicht? Oder, was ist denn nun dermächtige Grund, der uns bewegen soll, den Bcrfasscr unsersGedichts für cincn ganz andern und weit jünger» Paulus Si-lcnnarius zu halte», als für dc», der uuter dcm Zustiuianusgelebt, und sich durch so ähnliche Arbeiten bekannt gemacht hat?Kein andrer als dieser: weil in einer Handschrift der Herzogli-che» Bibliothek zu Florenz , sich dieses unser Gedicht an denKayscr Constannnus Porphyrogennerus gerichtet findet, dermchr als vierhundert Zahrc nach dem Zustinianus regierte.
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vr^ov, heißt es da nicht allein j» der Aufschrift: sondcr» eineAnrede an diesen Kayscr ist sogar dcm Gedichte selbst einge-schaltet; indem die drey ersten Zeile», wclchc sonst überallblos hcissen,
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