Paulus SilcntiariuS auf die Pythischen Bäder. 137
„tigcr Kayser — Nun so gieb Acht — So mcyncst du? aber so„meyne ich. — Thu also das — Unterlaß also jenes." —Wer hat jemals mit einem Kayser so gesprochen? Und mit wasfür einem Kayser hätte der Dichter so gesprochen? Gerade mitdem gelehrtesten von. allen Griechischen Kayscrn. Gegen ihn,gegen den Kayser Constantinus Porphyrogennctus, hätte einunbekannter Vcrsmann sich mit solchen Armseligkeiten ein sol-ches Ansehen geben dürfen? Kaum waren sie noch gut genug,dem ersten dem besten guten Freunde vorgcleycrt zu werden, denman so unwissend annehmen kann, als man will. '^vA-?-^- also,sicherlich «vp-^ir- war die Anrede, und nicht ^^o^?- kuiv-?7-«v?-!vx Denn vors dritte: wie deutlich verräth
nicht auch schon das blosse die Interpolation des
unwissenden Abschreibers? So viel Freyheiten sich nehmlich auchPaulus , in Ansehung der Prosodie, durch das ganze Gedichterlaubt hat: so ist ihm doch nirgends ein so barbarischer Versentfahren, als dieser ^u>v?cx^?v- Die dritte Sylbe ist
bey ihm nie lang, wie sie es doch hier seyn würde: und er wußtees zu gut, daß mit dieser keine Licenz gelte, wenn seine Iambenwirklich noch Zambcn bleiben sollten. Er ist also offenbar cin-gcschobcn, dieser Vers, und zu einer Zeit cingcschobcn, als mandie sogenannten politischen Verse machte, und die Sylben nichtmehr maaß, sondern blos zählte. Dieser einzige Vers mag ausden Zeiten des Constantinus Porphyrogcnnctus seyn: aber dasUcbrigc ist es gewiß nicht. Soll ich noch ein Viertes hinzu-setzen? So wenig, oder so nichts auch, in dem ganzen Gedichtevorkömmt, was eine offenbare Beziehung auf die Zeit hätte, inwelcher es geschrieben worden: so finde ich doch ein Paar Zei-len, welche wenigstens anzeigen, daß es nach dem achten Jahr-hunderte wohl nicht geschrieben worden. Der Dichter kömmtendlich auf Gott , der alle die angeführten Wunder in der phy-sikalischen Welt schaffe; und sagt:
^oi?7-ov x«)^xt Z-eöv txoi^,l'oi^ov cppx<z-t (Ziocvz'lX^oi^,Mi^Äv T^irüxv nHv^ xt6o^,I5l ^i.^ ^x^xt? ^-e n^ttten'.