Lcibmtz von dc» ewigen Strafen.
„Vernunft an, die man nicht leugnen darf. Und oft mißt„man die Gerechtigkeit des göttlichen Gerichtes nach der Ge-„wohnhcit der menschlichen Richtcrstühlc ab. Das scharfsin-nigste, was vor das Ende der Höllcnstrafcn geschrieben, sind„die Gedanken eines sonst gelehrten Mannes, dem man„Schuld giebt, daß er vor seinem Ende in die giftigen Zrrlhü-„mer der Sociniancr verfallen. Ich habe dieselben nicht obcn-„hin gelesen, und gebe dem Vcrfcrtigcr das Zeugniß eines nicht„übel beschaffenen Verstandes. Aber wenn man einige Zwey-deutigkeiten hebt, und die Kraft der Schlüsse von den mensch-lichen Sachen aus die göttlichen leugnet, so wird der soge-nannte Beweis ein Schatten, bey dem man den Zusammenhang„vergebens sucht. Ich bin lange Willens, in einer Lateinischen„Schrift die Geschichte der Lehre, von der hier die Rede, vor-zutragen, und nicht nur die Quelle» derselbe» zu entdecken,„sondern auch die unterschiedenen Arten, ihr eine Farbe und„Gewicht zu geben, zu untersuchen. Eine Menge von ander»„Arbeiten, die zum Theile nicht unbekannt, hat bisher die Aus-arbeitung derselben aufgehalten. Vielleicht finden sich bald einige„Stunden, in welchen ich den gcsammleten Vorrath von Gc-„danke» und Zeugnissen in Ordnung bringen und der Welt„vorlege» kann."
Wer jener gelehrte Man» sey, der noch das Scharfsinnigstefür die vernciiicndc Meynung geschrieben, zeigt Moeheim durchden untergesetzten Titel der Schrift selbst an, Z>ne//t S«»«?-«Demonstrativ "ItieolvFiea et pnilosoi^lnca, «zmoll setoriia !m^,!orumtu^Iie'ia, non si-gu-mt vei iustitiam, ko<I injuktitiam, und fügthinzu: „Der weltberühmte Herr von L.eibnirz hat dies Werk-„chcn herausgeben wollen, welches sehr selten ist. Zch habe„eine Abschrift desselben zur Hand, vor dem bereits die Vorrede„steht, die er mit demselben wollen drucken lassen. Ein ande-„rcr Ort, wird mir Gelegenheit geben, hicvon mehr zu erwäh-nen, da ich zugleich die Güte desjenigen rühmen werde, dem„ich diese und andere hierher gehörige Sachen zu danken habe."
Nun ist leider Movhcimcn die Gelegenheit nicht geworden,auf die er hier seine Leser vertröstet, und die er ohne Zweifelin jener Lateinischen Schrift zu finden hoffte, welche er von der