Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
192
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192 Zur Geschichte und Litteratur. Zweyter Beytrag.

letzten Worte desselben dem vorhergehenden Kapitel, ganz ohneVerstand, angehängt sind. Wenn dieser Verstoß sich daheretwa auch in der Berlinischen Handschrift finden sollte, indemes leicht seyn könnte, daß entweder sie eine Abschrift von derlinsrigen, oder unsere eine Abschrift von ihr wäre, oder auchbeide aus einer und ebenderselben dritten genommen wären:so ließ es sich um so viel eher bcgrciffcn, warum Müller dieserganzen Stelle nicht erwähnet, die der von ihm vcrglichnen Ucbcr-sctzung des Pipinus doch so eigen ist.

Sie kömmt aber auch, wo nicht den Worten, doch demwesentlichen Zuhalte nach, auch in der dritten Handschrift vor,von welcher ich gesagt habe, daß sie sowohl von dem gewöhn-lichen Lateinischen Texte, als von der Ucbcrsctzung des Pipinusunterschieden sey. Und zwar besteht das Eigene dieser Hand-schrift überhaupt darin», daß sie in sehr vielen Stellen mehrein Auszug, oder mehr der erste unvollkommnere Entwurf desWerks, als das Werk selbst, zu seyn scheinet. Aber schwerlichwürde ihr dieses einigen Werth geben, wenn sie nicht zugleichin eben so vielen Stellen dem ohngcachtct vollständiger, rich-tiger und zuverlässiger wäre, als sich weder der gedruckte Textnoch die Uebersetzung des Pipinus zeigen. Sie vornehmlichwollte ich daher zu Rathe ziehen, wenn ich nöthig hätte irgendeinen Ort des Polo kritisch zu untersuchen, ob sie schon nochkaum so alt ist, als die jüngste der zwey andern, mit welchersie sonst Zug und Papier gemein hat.

Es wird nicht undicnlich seyn, diesen ihren Vorzug an ei-ner Probe zu zeigen; wozu ich sofort den Eingang des Werkeswählen will, der die allgemeine Nachricht von den Reisen desMarco Polo , und seines Vaters und Vetters, enthält. Damitman aber auch sehe, wie weit sie überhaupt sowohl von demgewöhnlichen gedruckten Texte, als von der Ucbcrsctzung desPipinus abweicht: so will ich diese letzte ihr zur Seite setzen;welches um so weniger übcrflüßig seyn dürfte, da auch sie nochungcdruckt, und nur aus den Lesarten des Anör. Müller be-kannt ist. Also in der ersten Columnc, Pipinus: und in derzwcutcn der Ungenannte, von dem es sich hernach zeigen wird,