Marco Polo.
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ches das letzte Zahr der Regierung besagten Kayscrs gewesen.Nun hat zwar hernach Müller aus seiner Berlinschen Hand-schrift das Zahr 1252 dafür beygebracht: doch dürfte auch die-ses wohl noch nicht ganz das wahre, sondern für solches amsichersten 1260 anzunehmen seyn, als welches nicht allein dieseunsere Handschrift hat, sondern auch beide unsere Handschriftender Ucbersctzung des Pipinus, sowohl mit Zahlen, als mit aus-geschriebenen Worten haben, und sich noch am besten mit denübrigen angegebnen Zahrzahlen vergleichen läßt.
Zwar nun freylich nicht mit der von 1272, in welchemJahre sowohl der gewöhnliche Text, als die Ucbersctzung desPipinus, in beiden unsern Handschriften, sagt, daß die Gebrü-der Poli von ihrer ersten Reise zurückgekommen, und zu Ancona im April angelangt wären. Allein diese Zahrzahl ist offenbarfalsch; und auch das gereicht also unserer dritten Handschriftzum Lobe, daß sie solche gar nicht hat, und blos den MonatApril nennt. Denn wenn sie 1269 ausgerciser seyn sollen, sokonnten sie unmöglich schon 1272 wieder zurücke seyn; undwenn es wahr ist, daß der junge Marco bey ihrer Zurückkunst16 Zahr alt war, so müßten sie nothwendig im Zahre 66 oder67 ausgerciser seyn. Doch unsere dritte Handschrift giebt dasAlter dcs jungen Marco gleichfalls nicht an, sondern nennt ihnblos bald puerum bald iuvvnculum, wonach das von ihr an-gezeigte Datum der ersten Ausreise von 1250, noch immer seineRichtigkeit haben kann.
Es ist auch sonst aus der Geschichte der Pabste zu erwei-sen, daß die Zahrzahl 1272 falsch seyn, und dafür nothwendig1269 stehen muß. Denn es heißt, daß die Poli, bey ihrerZurückkunft im April, den Tod des Pabstes, welches Clemens IV. war, erfuhren, und zwey Zahr zu Venedig blieben, ehe einneuer Pabst gcwählct wurde. Nun starb Clemens IV. im No-vember 1268; und nur erst im September 1271 bestieg Theo-baldus, unter dem Namen Gregorms X., wieder den Stuhl,wodurch sowohl die Zeit der erstem Wiederkunft, als der zwey-ten Abfahrt unserer Reisenden, ausser allen Zweifel gesetzt wird.
Hicrnächst ist bey jener falschen Zahrzahl, sowohl in demgewöhnlichen Texte, als in der Ucbersctzung des Pipmns, noch
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