Druckschrift 
9 (1839)
Entstehung
Seite
243
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ehemalige Fcnstergemälde im Kloster Hirschaii,

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es der Schwede in seine Seele übersetzt hat, Zuckerkuchen, nichtsals Zuckerkuchen.

Die Sache ist klar, sobald man auf die Quelle des lvrn-hsalm zurück geht, welche das Leben des h. Anscharius ist, sowie es sein Nachfolger der h. Rembcrms beschrieben. Sie ist,diese Quelle, beym Grnhiölm, ein wenig sehr getrübt, porra,sagt Rembertus , (°) acl clovoticmom übi in Ooi amore aeuenclam<zuam Itucliolus sueiit, toKantur ooclieos magni apuä nos, cjuosiplo pro^ria manu ?iok«L eonteriptit, «zui tolummoäo illa oon-tinoro noteuntur, lju-o all lauclom omninotontis Ooi portinont, etacl peccatorum rollsi^utionem. ^cl laullom c>uolnio boat«: et-etei-nse vitse ot torrorem Foliennse, et ljuiecjuiä acl eompunotionem^ieitinot et lamentum. Ilnd bald daraus: Oomljue vx iptls com-punctivis rolius vx kaera teriptura sumzitis, per omnos ptalmos,unicuicjuo viäoliovt ^talmo, ^ro^riam aptavit oiatiunculam, czuollipso voeitare taloliat, ttt ei ^i/a/mk t/e

cke/cL/6^e,^. Der h. Mann nannte seine Stoßgcbetchcn, diecr einem jeden Psalmen beyfügte, piZmonta, weil sie den Psal-men einen lieblichen Geschmack geben sollten: ut ei plalmi Kaocle cauta llulcekoorent. Wie können das nun Gemälde heifsensollen? Doch es ist auch sonst schon zur Gnüge bekannt, daßin der spätern Latinität, piZmentum nicht allein söffen Wein,potionvm ex mollv ot vino et lüveisis snoeiodus confeetam, son-dern auch irgend eine stark schmeckende Spcccrcy, irgend ein auslieblichen Gewürzen verfertigtes Leckerbischcn, bedeutet. Mansehe die Beyspiele davon beym du Lange, wovon ich nur daseinzige, welches aus dem Leben des h. Gerardus genommen ist,hierher setzen will: Favorit uti^uo tormonem cliviiium aptitliineSj>pe1Iaii piZmentum, <zui kjuo magis rnminanclo teritur oro termo-e'inantium, eo magis reckllit kaporis oclorisvo ouleotamentum.

Und NUN, worauf beruht es denn noch weiter, daß An-scharius der Verfasser der Rhapsodie sey, welche uns die al-ten Holzschnitte vor Augen stylen? Darauf etwa, daß Grn-hlölm sagt, der h. Mann habe auch ausser seinen pigmentis,so wie Rembertus melde, noch andere Bücher per numeros

(°) Beym Staphorst Hamburgischc Kirchmgcschichlc, 1 Th, S. 124,

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