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9 (1839)
Entstehung
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291
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Ves Andreas Wissowalius Sinwnrfc wider die Dreyeinigkeit. 291

jenen Folgen entgegengesetzt, die nothwendig ans ihrer Lehreflicssen, und die niemand stärker gegen sie betrieben hat, alsAbbadie? Nehmlich, daß wenn Lhri'l?ns nicht wahrer Gottist; die mahomctanischc Religion eine unstreitige Verbesserungder christlichen war, und Mahomct selbst ein ungleich größrerund würdigerer Mann gewesen ist, als Christus; indem er weitwahrhafter, weit vorsichtiger und eifriger für die Ehre des ein-zigen GOttes gewesen, als Christus, der, wenn er sich selbstauch nie für Gott ausgegeben hätte, doch wenigstens hundertzwcydcutigc Dinge gesagt hat, sich von der Einfalt dafür hal-ten zu lassen, dahingegen dem Mahomet keine einzige derglei-chen Zweydeutigkeit zu Schulden kömmt.

9. Um sich der aufrichtigen Abneigung unsers Philosophenvon allen Lehrsätzen der Sociniancr noch mehr zu versichern,darf man sich nur erinnern, wie unzufrieden er auch mit ihreranderweitigen Philosophie war, nach welcher er sie noch weitunter die Mahomctancr setzte. I^os 8c>oinio»s, sagt er irgendwo,^outt'ont lour auc>-reo j»Iu« loin czuo los klakomotaris clsns losPoints ilo cloetrlno: cktr non ocmtons clo oomliattro lo mMöro<1o la?nnito, et delulZor llos pcitkiiFos tros-t'ni'ts, ils kUl'oidlistontjus«zu!t la l'IiooloFio n-iturcllo, lors szu'ils rosut'ont :>, Die» I»z,roscionco dos clinlos oont!»Fo»tos, et Inrs ^u'ils o.nniliattontlimmortitlito <Iv I'iimv clo Ilimnmo. IZt tlaris I'oiivio clo s'olo!-!;»er clos 1'Iioolo<;!oiis t'olic>Iasti,^ios, ils ronvoiloiit tout co czuol-i, l'kooloAio a clo Fmncl et clv t'uliliniv, jusczu^ lonclro OiouI^nrno. ^u Ilou czuon s-iit ^n'il ^ a clos voetours Naliomotans,sjui nnt clo I)!ou clos icloos «IlFiios clo Aranclour. An einerandern Stelle sagt er von ^.ocke, den er auch mit ein wenigandern Augen ansähe, als noch itzt gewöhnlich: I»oliuavit -n!8oeinisnos, Quorum paiisioitinic l'em^or fuit llo Doc> ot monto

^.Iiilornplii-l. War es der seichtere Philosoph welcher den So-ciniancr? oder war es der Sociniancr, welcher den seichtemPhilosophen gemacht hatte«! Oder ist es die nehmliche Seichtig-tigkcit des Geistes, welche macht, daß man eben so leicht in derTheologie, als in der Philosophie auf halbem Wege stehen bleibt?

10. Und nun, auf das Obige zurück zu kommen; auf denGlauben. Mag denn also auch Leibnitz , sagt mau, den Soci-

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