Erasiuus Stella.
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lichen Hand geschrieben, steht; anstatt daß Wilhelmi und Schmidtdafür sagen, bey Vem Dorfe Stein. — Alle diese Kleinigkeitenaber würden nicht verdienen, berührt zu werden, wenn derMann selbst, den sie betreffen, nicht auch noch anderweitsich einen Namen gemacht hätte. Nehmlich, ausser der Grab-schrift der Schwanhilde, wird Johann Wolf von Hcrmane-grün auch noch als der Finder eines andern alten Denk-mahls hin und wieder angeführt; und zwar eben desselben,dessen Stella (in dem eorollsrlo S. 348.) gleichfalls gedenkt.Der Ort, wo es soll seyn gefunden worden, und von welchemStell« blos sagt, daß er noch itzt seinen Namen von denDrniSen führe, ist das Städtchen Dreuen zwischen Arvickauund Reichenbach. Wer wird aber nicht sogleich vermuthen,daß diese Achnlichkeit der Namen allein, der einzige Anlaß ge-wesen, das ganze Denkmahl zu erdichten? Die Widersprüche,mit welchen Stella und andere davon sprechen, die ihre Nach-richt doch auch von dem Finder selbst haben wollen, verrathenes deutlich. Wenn man z. E. beym Schurzfleisch s") liefet:Huoä lezos Oruiäuiri attlaot, lo. I^upus, HermansFruAeriüs,Quetore ^liclr. ^ngolo, comm<Zi»oravit, tabulsm «zuanclsm expluinbo conteetsm, m gFro L;Aneo live Aniee-tvivnli lud srborekuiUo roportmn, k'is IvAibus inoilis, „^pollinem eolito, tegos„pstrins oon transcenclite, Llentimn amitte, manäata ^ollieito ter„vnte" et mox ^?^Z«^k7^ ^po^ickuiv ^e^^o^: so ist der ver^geßliche Lügner gefangen. Was, nach dem Zlngelus, auf einerblcyern Tafel soll gestanden haben, war, nach dem Stella, inStein gehauen: dieser sagt, daß es bloß die drey griechischenWorte gewesen; und jener versichert, daß noch Gesetze davorgestanden, die ein Druide, der sich griechisch unterschrieben, gewißnicht lateinisch abgefaßt haben würde. Niemand hat wohl festeran dieses vorgebliche Monument geglaubt, als Johann Ziedler,der es, in seinem Entwürfe der Kengefeldischcn Chronik,sogar für würdig gehalten, eine gelehrte Muthmassung darüber
(") Zn seiner Dissertation von Jüterbock H. V». die jedoch vielleichteigentlich als die Arbeit des Rcspondcntcn Hecht angeführet werden sollte,indem sie unter Schurzflcischs gesammelte Dissertationen nicht aufgenom-men worden.