358 Zur Geschichte und Litteratur. Zweyter Beytrag.
zu wagen. Er sagt nehmlich, obschon /^p/Z«X,x??> oder wieer gelesen ^^Z«^?, (welches in unsrer Handschrist deutlich^uipjZ«^!,' heißt) gar wohl der eigenthümliche Name des Drui-den könne gewesen seyn, so scheine ihm doch glaublicher, daßdas Wort entweder H^v^T-i^, oder ^x^ojZ«^?, d. i. derEichensteiger oder Wchenschnciver dürsfc gchcissen haben, umdenjenigen Priester anzuzeigen, welcher die hohen Eichen bestieg,und den darauf gewachsenen Mistel mit einer goldncn Sichelabschnitt. Wie oder warum aber eben dieser Aiedler, aus uu-scrm I- IV. von Hermansgrün einen berühmten Bischoffgemacht habe, kann ich itzt nicht wissen, da ich sein Buch nichtbey der Hand habe, sondern solches nur aus der Anführungdes von Falkenstein ersehe.
7. Zu diesen, und dergleichen Untersuchungen mehr, wirdalso die Schrift des Stell« noch immer gut und brauchbar seyn,wenn sie auch, ihres Hauptinnhalts wegen, noch so entbehrlichseyn sollte. Und vielleicht dürfte sie auch in Dingen, die diesennaher angehen, noch manches haben, das so ganz verwerflichnicht ist. Dahin möchte ich z. E. des Verfassers Meynung vonder Wendischen Sprache (S. 33t>.) rechnen, die mir wenigstenseben so wahrscheinlich klingt, als irgend eine andere. — Dochich breche ab; und zeige nur noch an, daß es mein Freund, derHerr Prof. SchmiO in Braunschwcig ist, der mich der Mühe,die Althammcrsche Handschrift zu gegenwärtigem Drucke zu ko-pieren, überheben wollen. Um so mehr kann ich daher meinenLeser versichern, daß alle Treue dabey angewendet worden; sodaß er in Stellen, wo er vielleicht anstossen dürfte, die Schuldnur sicherlich auf das Original werfen mag, dem man, auchnicht einmal in Kleinigkeiten, nachzuhelfen, sich die Freyheitnehmen wollen.
(°) NordMlischc Mcrllmmcr, Th. l. S, 1V9.