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„Türken nicht weniger verachtet, als von den Christen gehaßt„wurde. Seine lüdcrliche Lebensart stürzte ihn in eine schänd-liche Krankheit, da er von Würmern gleichsam gefressen ward,„und einen so abscheulichen Gestank von sich gab, daß ihm„kein Mensch nahe kommen wollte, bis er endlich niit erschreck-licher Verfluchung Gottes und aller Religionen, den iZtcn„Oktober 1676 zu Constantinopel starb. Die Siebcnbürgischcn„Socinianer haben seine Manuskripte vor hundert Gulden an„sich gekauft, von welchen aber niemals etwas ans Tageslicht„gekommen." —
Doch Iöcher ist ein gar zu elender Eompilator. Die Um-stände seiner Erzählung, welche sich aus dem nachfolgendenBriefe als falsch ergeben werden, könnten also leicht mehr füreigenthümliche Unrichtigkeiten des nachlässigen Zusammcnschrci-bcrs, als für allgemein angenommene Behauptungen gehaltenwerden; wenn man nicht sähe, daß auch andere damit über-einstimmen, welche mit mehr Ueberlcgung geschrieben und dieQuellen unmittelbarer gebraucht haben, und aus denen we-nigstens Einen für alle zu hören, sich wohl noch der Müheverlohnet.
Dieser Eine sey Heineccins, welcher in seiner Abbildungder alten und neuen Griechischen Rirche^) sich gelegentlichüber Nensern also ausdrückt. „Es war dieser Aoamns Neu-„scrus anfangs Prediger zu Hcydclbcrg, nachgchcnds aber wc-„gcn eines Zankes mit seinem Collegcn D. Gleviano abgesetzt.„Hierüber wurde der Mensch dcrmasscn ergrimmet, daß er sich„heimlich mit den Sociniancrn in Siebenbürgen bekannt machte,„und ihre gotteslästerliche Lehre annahm, wozu er auch Job.„Sylvanum, Inspektoren: zu Ladenburg, Jacob. Snlernm,„Pastorem zu Wcidcnheim, und TNatthiam Vebe, Diaconum„zu Lutrc, verführte, unter dem Vorwandc, daß der Fürst in„Siebenbürgen einen eigenen District Landes von den Türken„erhalten, aus dessen Einkünften die Socinianischcn Prediger„reichlich unterhalten würden. Als hierauf Anno 1570 ein„Abgesandter aus Siebenbürgen auf den Reichstag nach Spcycr
(°) Anhang S. 27. Amiicrk.