Adam Neuscr.
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über das Verbrechen der Jnquisiten, nebst Ncuscrs Briefe anden Türkischen Kayscr enthalten. Struve in seiner PfälzischenKirchcnhistoric hat sie wiederum abdrucken lassen; jedoch nur miteinem einzigen, nicht eben sehr beträchtlichen Stücke vermehrter,nehmlich einem Schreiben des Churfürsten Fricderichs an denChurfürsten Augustus zu Sachsen, um auch das Bedenken derSächsischen Theologen einzuziehen. Dem ohngcachtct hat freylich,was aus diesen beiden Quellen, dem Alting und den so genann-ten ^ct!s geschöpft ist, seine gute Richtigkeit: aber doch nur inso weit, will ich hoffen, als diese Quellen selbst ihre Richtig-keit haben? —
Und nun bitte ich meine Leser, vorläufig besonders auf zweyPunkte aufmerksam zu seyn, welche beide nicht allein von Jschernund vom Heineccius, so wie von allen Neuerern Compilatorcn,vorgegeben worden, sondern sich anch beym Alring mit ausdrück-lichen Worten behauptet finden.
Der erste dieser Punkte bctrift den Brief, welchen Ncuser anden Türkischen Kayscr nicht blos geschrieben, sondern wirklich abge-schickt haben soll: und zwar durch den Bevollmächtigten abge-schickt haben soll, welchen der Fürst von Siebenbürgen 1570auf den Reichstag nach Speycr sandte, um mit dem Kayscrund den Ständen ein Bündniß wider den Türken zu schlicsscn.vum il'tie voi-tatur, nehmlich der Kayscr zu Spcyer, schreibtAlting, appulit iliickem ^Vonvoclae "Iranhluani I^ogstus, vt cumImperator« et Orclinibus Imperü aZeret cle invunäc» koeclere, mu-tuae tecuriwtls ae äetentivois ergo. Huno talutstum 8piram ex-currunt Z^euterus, K^lusnus et Velio, eic^ue litterss tuas in 1'ran-hluaniam norferenclas commenäant, <^uus 8^Iuanus scl KeorZinnlLIauckrittam, ^Vol^voclae IVIeoücum; ^euterus acl iptnm Iniporst»-rem?ureieum oxariiuorsnt, in iis ls«!'!, nlures esse in <Zormsn!s^rrianse kactioni lttlcliotos, ljuidus nikil msgis in votis vstot, <n>ai»^'urosruiu Nonarolille viani Kernoro in Imnerio, et <^u»i iploeoniunF!.
Der zweyte Punkt betrifft Ncuscrs zrveymalige Gcfaiigen-iichmung und zweym«ligcs Entkommen aus seiner Gefangen-schaft, worinn ebenfalls Iocher u„d -Heincccius nichts andersthun, als daß sie dem Alring folgen. Denn, nachdem dieser