Adam Ncnscr,
schickt an diese Ortt, da etwas sich zugetragen hat, und dascibst dieWahrheit erforscht, will man anders der Sachen gewiß seyn. Tannwir wisse», wie uns der Pabst immerdar Lugen und falsche Historien,anstatt der Wahrheit vorgelegt hat, und wie fast er die rechte Wahr-heit verboten habe mit Feuer und mit Schwerd. Wie sollte man aberbesser können die Wahrheit erfahren von der Dreyfaltigkcit, weder al-lein an diesem Ort, da sich am allerersten der Hadder und Zwietrachthat zugetragen? Nun hat solche Zwietracht am allererste» allhicr zuConstantinovel angefangen, wie alle Historien bezeugen; so hat sich^rrius also gehalten, wie die Historien melden, daß er den KayserLonttantinum, sammt vielen seiner Nachkommen auf seine Meinunggebracht hat, und sind alle Lrseei von dem Pabst zu Rom der Drey«faltig halben in Bann gethan worden, und bleiben auf den heutigenTag in des PabstcS Bann. Dann sie bekennen nicht, daß der heiligeGeist von dem Sohne ausgehe, sondern allein von dem Later. Dennalso lautet die Historia: Oioeoi vor, olieckiurit Lccleliso kiomsnaz elIialieot errores multos, yui lunt oonckemosti per Leelellam kc.komanam, yuia ckiennr «zuock 8lnrilus tsnotus voll prooeckit a ?ilio, keck a?strl! tolnm; eliam ckicunt, c^uock rivri e5t purgatorium.Iloeo kuat verba llittorioe. Wenn nun, nach der Griechen Meinung,der heilige Geist nicht von dem Sohne, sondern von dem Vater aus-geht, so folgt, daß Christus nicht gleicher Gott mit dem Natcr ist,denn der heil. Geist geht ja allein aus von dem lebendigen einigenGott. Nun geht aber der heil. Geist (wie die Griechen sagen) nichtvon dem Sohn aus, sondern von dem einigen lebendigen Gott. Eswollen auch etliche Gelehrte, als nehmlich der <?»mersriu8 zu Leipzig ,«juock 8z?wbolulu ^llianalii, oor> sl) ij>lo ^tügngLoj leck potius araoeicko yuockam klormolio eowpolilum llt. Solche und andere der-gleichen Ursachen bewegten mich also sehr, daß ich gedacht- Siehe, dieGriechen halten nicht also von der Dreyfaltigkcit wie der Pabst; nunsind aber die Griechen daselbst daheim, wissen um alle Historien, derDreyfaltigkcit halber, mehr dann der Pabst, und glauben doch nichtwie der Pabst. Derohalbe», gedacht ich, must es ein Betrug desPabstcs seyn, beschloß dcrohalben bey mir von wegen meines Gewis-sens, und von wegen der Wahrheit alles zu versuchen, bis ich beysolchen Griechen (dieweil die wahre Historie bey niemand anders sonstzu finden) die rechte Wahrheit erfahren hätte. Nachdem aber an sol-
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