Adam Neiiser.
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ich gewiß, war er schon im Grunde der Meinung, die er vonNeusern erst angenommen haben soll. Denn wenn er schon,dem Wortenach, Christo die Anbetung nicht absprach: so spracher sie ihm doch dem eigentlichen Sinne nach ab; indem er be-hauptete, daß ihm zwar eine Anbetung gebühre, aber doch nichtdie nehmliche Anbetung, welche dem Vater allein vorbehaltensey. Er ließ ihm also eine Anbetung, wie er ihm eine Gott-heit ließ: das ist; eine, die keine war. (') Mit der Zeit druckteer sich hierüber nur dürrer aus; welches aber keinesweges derVerführung Neusers, sondern lediglich dem Widerspruche desSocinns beyzumessen war, der unter den neurern Unitariernzuerst den sonderbaren Mittelweg einschlug, und sich nichts we-niger als eine Demonstration, yuoä l^IiMo, lieet rei creatae,tiniien illuocatio et aäorstio, leu eultus lliuinus eonuenmt, (") ZUgeben getraute. Alle Unitaricr vor ihm, wenn man sie mitder Sprache heraus zu gehen nöthigte, waren des DavisisMeinung, oder sie verstanden doch unter der Anbetung Christiganz etwas anders, als unter der Anbetung Gottes. Za esist so wenig wahr, daß DaviOis zuerst in Siebenbürgen so ge-lehrct habe, wie Lrell sagt, daß es ihm von N'eusern bcyge-gebracht worden: daß Socinus selbst mehr als einen nahmhaftmacht, der ihm darinn vorgegangen. Vickebam enim, sagt erin der Zuschrift seiner l?« t!/„-i/A «i»oc«5to»e,
»cl ki»Ikus <zt valäe peinieiotss plane^ue Illllaiekts huasäam ciel^kristo opilliolies, «zuas praeter vel etism ante
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12. Zwar dieser Glirius dürfte uns leicht ganz nahe wiederzu Neusern bringen. Denn hier kann ich nicht umhin, einekleine Entdeckung auszukramen, die ich über diesen Glirius ge-
(°) V. visplllkttio in c-mla lserolsnelse?lin'ilslis ck"c. ewuckiopoli tSKS.(°°) V. Z'. Socm- LpMolse p. t43. kscvui-te IStS.