ok Antiquarischer Briefe achtzehnter.
der Meinung einiger Schriftsteller, von den Acgyptcrn: abernach seiner, und bessern, die sich auf die Chronologie gründet,von den Hctruriern! Oder wollen wir Herr Klotzen diese garzu grosse Ungereimtheit lieber nicht behaupten lassen, ob er sieschon wirklich sagt? Gut, sie mag nichts als Mangel anPräcision seyn; und wir wollen, was er da vorbringt, voneiner andern Seite betrachten.
Wer sind die einigen Schriftsteller, welche behaupten, daßdie Griechen die Steinschnciderknnst von den Acgyptcrn empfan-gen? Hr. Klotz, der die Quellen gebraucht zu haben versichert,verweiset uns dcsfalls auf Nattern. Natter ist keine Quelle;aber die Quellen werden sich bey dem Natter finden: gut. Ichschlage also Nattern nach, und finde, daß er allerdings sagt:^ on eonelus naturelloment — yuo los Krocs et les autres Na-tion« svoient empruntv lour Nvtlioilo 6v gravoi- tlos LZ^itions etI'svoiont porlvetionnviz, commo tant ö'o lavans I'ont <I6ja prouv6vviclemmellt. Ein Stern verweiset mich unter den Text; undda stehen wirklich einige von diesen Gelehrten genannt: PliniuS ,Stoisch und Marictte. Aber Stosch und Marictte gelten ebenso viel als Nattcr und Klotz: und alles beruhet folglich auf demPlinius , dessen Anführung, buchstäblich nachgeschrieben, so aus-sieht: ?Iin. lib. 3Z. c. 3. si. m. 346. ^vagl^plio oporvAvmmis intculperv pa^iulis illis (IZMptis) mos orat, ^10.
Ich sage: Herr Klotz muß diese Anführung nicht nur nichtnachgeschlagen, sondern auch nicht einmal gelesen haben.
Denn wenn er sie gelesen hätte, würde er sich ihrer dochwohl da erinnert haben, wo er ganz und gar von keinen er-haben geschnittenen Acgyptischcn Steinen wissen will. Wenig-stens würde er seine Frage: „Hatten etwa die Acgyptcr keinen„Geschmack an solchen Stcincn?" zurück behalten haben; indem,nach den angeführten Worten des Plinius, sie gerade mehrGeschmack an erhaben, als an tief geschnittencn Steinen ge-habt hätten; »»sghplio opero gemmis inteulpero pnpulis Mi«mos vrat. — Doch ich vergesse schon wiederum den Compilator,der sich schlechterdings an nichts zu erinnern braucht.
Nachgeschlagen hat er die Stelle wenigstens gewiß nicht.Denn wenn er sie nachgeschlagen hätte, würde er sie sicherlich —