Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
98
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Antiquarischer Briefe zwey und dreißigster.

Weil es Hr. Klotz bey dem Goguet dafür ausgegeben fand ?Und warum giebt cs Gognct dafür aus? (")Weil es Pli-ittus ausdrücklich sagt; und weil, wenn Plinins auch nichtssagte, die Meisterstücke der alten Stcinschncidcrkunst, welchewir noch vor Augcn haben, cs deutlich genug zeigen würden."

Aber diese Meisterstücke können das nicht zeigen: denn nie-mand leugnet, daß sie nicht auch mit Hülfe des Smirgels, desNariums, des Armenischen SchieferpulvcrS, oder eines jedenandern ans einem orientalischen Steine verfertigten NagcmittelsMord-mt,) cbcn so gut, obschon nicht cbcn so geschwind, hättengearbeitet werden können.

Alles beruht folglich auf dem Zeugnisse des Plinius ; inwelcher Absicht sich Goguet auf zwey Stellcn desselben beruft.

Die erste ist die nehmliche, welche ich in dem acht undzwanzigsten Briefe bereits untersucht habe, und die von psrviscinktis eines glücklich zerschlagnen Diamants rcdet, dcrcn sichdic Steinschneider bcdicntcn. Allein, ich habe cbcn da crwiescn,daß untcr dicscn eruttis kein Staub, kein Pulver verstandenwcrdcn kann; sondern spitze schneidende Splittcr zu verstehensind, welche gefaßt werden können.

Die andere Stelle beweiset noch weniger; wo es nur über-haupt heißt, daß sich alle feine Steine ohne Unterschied mitdem Diamante graben liessen: vorum omnos sclamanto lealpi pot-fiint. (*°) Denn können hier nicht eben so wohl jene parvivcruN-v des Diamants, jene kleine schneidende Splittcr verstan-den wcrdcn, als Diamantstaub?

Besonders muß Hr. Klotz auf den Beweis, der in der er-ster» Stelle liegen soll, gänzlich Verzicht thun; indem er selbstbekennt, daß das Wort incluclunwr nicht erlaube, etwas zuverstehen, welches dem Werkzeuge des Rades blos angestrichen

(°) II est eonslüiit yiie lo« ^Viicwns vnl parfsilement comiu I» pro-sniv>>! I» pomlr«! >Iu Niamimt nour morilro t»r les nivrreü tines; il»<?» snisoient »n xiüiid >»nt nour le» xrsver, yue nour les IsiUer.

?Iiiio I» üit exnress^meiU; >l7 i>us»>> il no I'iUiroil Ms ait, les «lies-«I^oeu-vre« <ii>e le« ^ncions vnl vroiliills en ce ßenri;, >^ que nous »von» eneoretons venx, le fnroienl alles eonnnilre.

(") Lid. XXXVII. lecl. 7«.