Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
118
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418 Antiquarischer Briefe acht und dreyßigsicr.

sie erzählte, er schwerlich in seiner Sprache an dem nehmlichenOrte die nehmliche Zweydeutigkeit haben werde, die uns beydem lateinischen Scribcntcn verwirre. Und wenn ich dann ge-funden hätte, daß das, was Nepos durch olimxo Zonu keutoso schwankend andeutet, von einem durch «o-^F«^ n^o? ?o^ov^ n^tvov?«?, und von dem andern durch «o^F-^

)/ovi^ ^oxpxto-oc^xvo^? ausgedrücket werde: würde ich wegendes eigentlichen Sinnes jener lateinischen Worte wohl nocheinen Augenblick ungewiß geblieben seyn? Unmöglich.

Nun findet sich wirklich das eine bey dem Diodor, unddas andere bey dem Polyän. (^) Beider Ausdruck stimmt fastwörtlich übercin, und gehet dahin, uns die Schilde an, odervor, oder auf dem Knie denken zu lassen. Der andere Sinn,den ich dem Nepos leihen konnte, ist in die Griechen nicht zulegen, und muß folglich der unrechte auch nothwendig bey demLateiner seyn.

Kurz: die Parallelstellen des Diodor und Polyän entscheidenalles, und entscheiden alles allein; obgleich der Göttingschc Ge-lehrte sie mehr unter seine Velites als Triarios zu ordnen schei-net. Sie nur hatte ich im Sinne, als ich sagte, l^") ^daßman mir gegen meine Deutung ganz etwas anders einwendenkönnen, als damals noch geschehen sey, und daß ich nur dieseEinwendung erwarte, um sodann entweder das letzte Siegel ansmeine Muthmaßung zu drucken, oder sie gänzlich zurück zunehmen."

Ich nehme sie gänzlich zurück: der Borghcsische Fechter magmeinetwegen nun immer der Borghesische Fechter bleiben; Cha-brias soll er mit meinem Willen nie werden.

Zn der künftigen Ausgabe des Laokoon fällt der ganze Ab-schnitt, der ihn betrift, weg: so wie mehrere antiquarische Aus-wüchse, auf die ich ärgerlich bin, weil sie so mancher ticfgelchrteKunstrichter für das Hauptwerk des Buches gehalten hat.

(°) nwa, Sie. liib. XV. c. SS. Lüil. >VetteI. 'r> II. p. 27.(°°) Llr-U. Mi. II. cap. I. S.C") Br. xm. S> 43.