Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
515
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Griechische Anthologie.

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hat er fast wörtlich in den Schluß der Grabschrift auf seinekleine liebe Erotion übergetragen.^)

klollla nee i'lAiilus «vspes teZat olla, neo illi,

^eria, Aravi8 tuoii«; non kuit illi» tilii.

Indeß muß ich, den eigenthümliche» Reichthum des Martialsnicht verdächtig zu machen, hier anmerken, daß dieses Exempeldas einzige in der gcsammten Anthologie ist, nach welchem esganz und gar keinen Zweifel leidet, daß er sich dann und wannauch mit griechischen Einfällen behelfen. Denn so viel Achn-lichkeit auch mehrere von seinen Epigrammen, mit dem oder je-nem griechischen zu haben scheinen: so versteht es sich darumnicht gleich von selbst, daß eben Er der Nachahmer gewesen.Ich muß von dem Alter des griechischen Verfassers sicher über-zeugt seyn, ehe ich das soll auf ihn kommen lassen. Denn of-fenbar ist es bey den meisten, daß nicht die Griechen von ihm,sondern er von den Griechen geplündert worden, als von wel-chen man zeigen kann, daß sie lange nach ihm gelebt haben.

So äußert sich zwischen dem Epigramm eines gewissenMarinas ("),

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nd diesem vom Martial

Klamm!»» atcmo tatas lialiot ^ü'i»: seä i^)sa iaiaiumDioi et mAminai'um inaxim-i mamma potett.zwar allerdings eine große Verwandtschaft, und schwerlich dürftedas eine ohne Hülfe des andern seyn gemacht worden. Dennbeide verspotten sie eine eitle Närrinn, die gern jünger scheinenmöchte, als sie ist: nur daß das eine von ihr wirklich crzehlt,was das andere ihr in dieser Absicht zu thun nur rathet. Aberwelches ist hier das Original, und welches die Kopie? DasAlter des Marinas ist ungewiß; und Herr D. Rciske giebt es

(°) 1.1b. V. ep. ss.

(") ^nUi. Ml. II. c»p. s.

(°°°) I. <-!>. 101.

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