VIII Beschreibendes Verzeichniss der Abbildungen.
36. ANGELSÄCHSISCH. Verschiedene Handschriften. Die For-
men manchmal streng eckig, manchmal phantastisch fliessend. Die Striche gehen zuweilen in Spiralen über oder in Flechtwerk, welches wohl auch in einen
grotesken Kopf endigt. 8. und 9. Jahrhundert. 37. IRISCHE HANDSCHRIFTEN. Seltsam geformte Initialen,
9. Jahrhundert. 38. HANDSCHRIFTLICHE BUCHSTABEN. Ziemlich entsprechend
dem strengen römischen Charakter, mit Ausnahme von D, E, G, P, U, in welchen gothische Eigenthümlich- keiten sich zu zeigen beginnen, eine Andeutung der
künftigen Minuskel- Form. 10. Jahrhundert. 39. FRANZÖSISCHE HANDSCHRIFT. Farbige Initialen, mehr
gothisch als römisch und in Blätterranken auslaufend.
12. Jahrhundert. 40. DEUTSCHE HANDSCHRIFT. Initialen. Deutliches Erzeugniss
der Feder. Weitabstehend von der geraden römischen
Form. 12. Jahrhundert. 41. FRANZÖSISCH. Von den Thoren der Kathedrale zu Le Puy.
Holz. Mehrfach verschiedene Formen der Buchstaben. Die geschwungenen Linien charakteristisch gehörnt. Wahr-
scheinlich 12. Jahrhundert. Vergleiche damit 19. 42. HANDSCHRIFTLICHE VERSALIEN. Typische gothische Form,
Geschlossene Buchstaben. Die Striche endigen in feine,
weit ausladende gebogene Linien. 14. Jahrhundert. 43. FEDERSCHRIFT. Strenges and gerades Einsetzen eines Typus,
welcher schliesslich sehr frei und verziert wird. 1420. 44. ITALIENISCHE VERSALIEN. 14. Jahrhundert. Gezeichnet
von J. Vinycomb. 45. EINGRAVIRTE GOTHISCHE VERSALIEN. Aus Italien, Spanien
und Südfrankreich. Um 1350. 46. und 47. GOTHISCHE INSCHRIFTEN. Aus Nordhausen. In
Messing geschnitten. 1395- 1397.