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der Sinnlichkeit, — das i>Unsinnlich-Sinnliche«, l ) — zugleichdie Formen der Dinge, indem für Hegel Subjekt und Objektihrem innersten Wesen nach identisch sind. 2 ) Der Raumist die Abstraktion von der unmittelbaren Äufserlichkeit, dieZeit die Einheit der Äufserlichkeit oder das angeschauteWerden. 8 ) Die apriorische Thätigkeit des Verstandes be-steht darin, dafs er Verhältnisse setzt von Allgemeinem undBesonderem, von Ursache und Wirkung u. s. w., und mittelstseiner Kategorien notwendige Beziehungen unter den Vor-stellungen herstellt. 4 ) Die Erfahrung giebt kein notwendigesund allgemeines Wissen; dieses entsteht erst durch dieapriorischen Formen des Denkens, welche an den Erfahrungs-inhalt herangebracht werden. 5 )
Nach Schleiermacher ist die Philosophie nicht selbstWissenschaft sondern nur eine Kunstlehre des Denkens, 6 )welche die Mittel an die Hand giebt, um uns dem Idealedes Wissens, der Identität von Denken und Sein, zu nähern.Nur durch das allen Menschen gemeinsame Denken unddessen Notwendigkeit und Allgemeingültigkeit können wirzum Wissen gelangen ; darum ist die Philosophie Dialektik. 7 )In unserem Wissen sind zwei Faktoren enthalten: I. diedurch die organische Funktion oder Sinnlichkeit gegebeneMannigfaltigkeit und 2) die Form derselben, welche aus derintellektuellen Funktion oder dem Denken entstammt.»Durch das Geöffnetsein des geistigen Lebens nach aufsen —Organisation — kommt das Denken zum Gegenstand oder
») 1. c. S. 216.
2 ) 1. c. S. 177.
8 ) 1. c. S. 213—16.
4 ) 1. c. S. 52.
r> ) 1. c. S. 63.
6 ) Dialektik, hrggb. von L. Jonas, 1839. S. 8 ff.
') 1. c. S. 66.