innersten Überzeugung heraus mit allem Nachdruck und allerEindringlichkeit bekunden.
Diese Überzeugung stützt sich nicht nur auf die Entwicklung unsererWirtschaft und unseres Wohlstands, sondern auch auf die Erfahrungen des bisherigen Kriegsverlaufs.
Sie wissen alle, daß die Entwicklung unseres Volks-reichtums und unseres Volkseinkommens vor dem Kriege aufeinem Punkt angelangt war, der uns gestattete, uns England gegenüber als gleichwertig und Frankreich gegenüber als überlegenzu betrachten. Ich setze hinzu: unsere vermögenbildende Krafthat in den letzten Iahren vor dem Krieg diejenige der beidenLänder zweifellos übertroffen. Wenn unsere ausländischen Rivalen,ja wenn vielfach wir Deutschen selbst unsere Wohlstandsentwick-lung nicht richtig und jedenfalls nicht voll einschätzten, so lag dasnamentlich an folgenden zwei Punkten: unser erarbeiteter undersparter Kapitalzuwachs fand vor allem und in erster Linielohnende Verwendung in der heimischen Volkswirtschaft. DerAusbau und die Modernisierung unserer deutschen Industrie stelltean den Kapitalmarkt Jahr für Jahr ganz gewaltige Ansprüche.Äalten Sie sich nur vor Augen, daß vor 12 Iahren noch unsereProduktion von Roheisen mit 10 Millionen Tonnen gerade dieenglische Produktion, die uns vorher überlegen war, erreicht hatte,und daß im Jahre vor dem Krieg, im Jahre 1913, unsere Roh-eisenproduktion mit rund 20 Millionen Tonnen die englischeProduktion, die stabil geblieben war, genau um das Doppelteübertraf!
(Äört! hört!)
Aber auch die Landwirtschaft hat sich im Laufe der letztenJahrzehnte in einer Weise rationalisiert und in einer gewissenBeziehung — möchte ich sagen — industrialisiert, daß ihre Er-zeugung nicht nur mit dem starken Wachstum unserer BevölkerungSchritt hielt, sondern auch — auf die gleiche Bodenfläche be-zogen — einen erheblich größeren Ertrag lieferte als die Land-wirtschaft irgendeines der mit uns konkurrierenden Länder, von26