nur halb so groß als derjenige unserer Neichsbank. Er ist be-droht durch die Notwendigkeit großer Zahlungen an das Aus-land, namentlich an Amerika , für die von dort importierten sehrnützlichen Dinge.
(Heiterkeit.)
Die englische Negierung hat diesem Punkte schon seit dem Kriegs-beginn ihre besondere Sorgfalt gewidmet. Sie hat z. B. ohneweiteres einen Teil der Goldreserve des indischen Reiches demGoldbestand der Bank von England einverleibt. Ebenso hat sieden Goldbestand der ägyptischen Nationalbank nach England ge-bracht und der Bank von England überantwortet. Sie ist wahr-scheinlich ebenso verfahren mit dem Goldbestand der belgischenNationalbank,
(Heiterkeit)
den sie gerade noch rechtzeitig von Antwerpen nach London ge-rettet hat. And als Rußland im Dezember vorigen Jahres zumerstenmal an den englischen Markt herantrat mit der Bitte,12 Millionen Pfund Sterling zur Bezahlung von Lieferungenaus England und zur Bezahlung von Zinsen emittieren zudürfen, da hat die englische Regierung dies nur unter der Be-dingung zugestanden, daß die russische Reichsbank gleichzeitig andie Bank von England 8 Millionen Pfund in barem Goldeüberwies.
(Äört! hörtl)
Jetzt bei der Pariser Finanzkonferenz mußten sich Frankreich undRußland verpflichten, für den Fall, daß der Goldbestand derBank von England unter einem gewissen Punkt, den Lloyd George als einen „kairl^ kiZK point" bezeichnete, herabgehen sollte, daßdann die Banken von Frankreich und Rußland mit ihrem eigenenGoldbestand der Bank von England zu Äilfe kommen sollten.Die Banken von Rußland und Frankreich bilden also heute Re-serven, auf die die Bank von England , wenn es nötig ist, nachBelieben zurückgreifen kann.
Sie sehen, meinem britischen Kollegen ist eine gewisse Ge-schicklichkeit im Verhandeln nicht abzusprechen. Er weiß auch im
44