Ich möchte dabei ganz besonders anerkennen, daß diese Stärkungdes Goldbestandes der Neichsbank sich durchaus im Wege frei-williger Betätigung vollzogen hat unter dem Einfluß einer wohl-organisierten Aufklärung und Aneiferung, aber ohne jeden Zwang.Ich möchte dies mit um so größerem Nachdruck feststellen, alsdie uns feindliche Auslandspresse die albernsten Märchen überdie Ursache der Zunahme unseres Goldbestandes kolportiert undals ich selbst seit Übernahme meines Amtes unzählige Zuschriftenerhalten habe und täglich noch erhalte, die im Äbermaß eines an sichlöblichen Eifers allerlei Zwangsmittel in Vorschlag bringen. MeineHerren, überhaupt die vielen Briefe mit guten Ratschlägen!
(Heiterkeit.)
Auch die neue Kriegsanleihe hat mir wieder einen ganzen Stoßdavon eingebracht! Wenn es auch nicht so schlimm ist, wie beidem Generalfeldmarschall Äindenburg,
(Heiterkeit)
so ist es doch immerhin so schlimm, daß ich es mit Rücksicht aufmeine auch sonst etwas in Anspruch genommene Zeit längst auf-geben mußte, mit dem Lesen nachzukommen, geschweige denn mitdem Antworten.
Jedenfalls wollen wir beim Gold für die Reichsbank auchkünftig ohne Zwang auskommen und stolz darauf bleiben, daßwir den von Woche zu Woche sich vollziehenden Zuwachs aus-schließlich der vaterländischen Gesinnung unseres deutschen Volkeszu verdanken haben.
(Beifall.)
Wir wollen um so mehr stolz darauf sein, als die Zentralnoten-banken der uns feindlichen Länder in keiner Weise auch nur ent-fernt ähnliche Erfolge aufzuweisen haben.
Die russische Reichsbank hat ihren Goldvorrat nicht nur nichterhöhen können, sie hat vielmehr seit Kriegsausbruch ungefährdiejenige Einbuße erlitten, die der Äberführung von 8 MillionenPfund Gold an die Bank von England entspricht.
Die Bank von Frankreich hat zwar kein Gold herausgelassen,aber sie bekam trotz der krampfhaftesten Anstrengungen auch keine46