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Reichsgold : Studien über Währung und Wechsel / von Ludwig Bamberger
Entstehung
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als das Object der Physik von dem Object der Chemie.Der Wechsel ist die Währung der größern Distanz, dieWährung ist der Wechsel der nächsten Berührung. Da sichaber die Bewegung des Wechsels wiederum nicht erschöpfendverfolgen läßt, ohne den Einfluß ins Spiel zn ziehen, welchendie gcsammte Güterbcwcgung von Land zu Land auf ihuausübt, so durste auch die jüngsthin wieder mit besondererAufmerksamkeit und uuter ucucn Gesichtspunkten beleuchteteFrage der Handels- und Zahlungsbalanz nicht unerörtertbleiben. Endlich konnte das Ganze nicht zum Abschluß ge-bracht werden, ohne mit den allerdings schon oft erwogenenFragen der Doppclwährung und der künftigen Bestimmungdes Silbcrmetalls noch einmal kurz uud bündig sich aus-cinaudcrzusetzcn. Und da der ganze Weg weniger am Bandelogischer BcgriffSentwickclung als auf der Spur der erlebtenThatsachen, deren Sprache verstanden sein will, zurückgelegtwurde, so boten sich unter der Hand von selbst die Gelegen-heiten, zu beobachten, wie die in der Durchführung dergroßen Münzrcform aufgcstoßcnen Hindernisse nichts andereswaren als die Ucberbleibsel der als falsch erwiesenen Systeme,in denen sich die Vergangenheit bewegt hatte. Es warendieselben Ucberbleibsel, welche in Gestalt subjectiver Nemi-nisccnzcn eine Zcit lang auch den Blick der leitenden Per-sonen bei der Ausführung unserer Reform in etwas getrübthaben. Aus jenen Reminiscenzen entsprangen Zögerungcn,aus den Zögcrungen störende Eindrücke, die eine von vorn-herein schärfer aufs Ziel losgehcnde Bewegung vielleichtvermieden hätte. Daß, wenn überhaupt etwas, gewiß nichtmehr als ein vorübergehender Eindruck zu bcklageu war, istheute bereits klar. Uud nachdem diese Miscmpfindnng selbst