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Woher aber kann dieses Mehrgcbot kommen? Die Antwortliegt im eben belauschten Zwiegespräch. Wie jeder denandern überzeugen wollte, daß die Umschlagskostcn bei wirk-licher Goldverscndung die gleichen seien, standen sich beidein ganz gleicher Stellung gegenüber, jeder mit dem gleichenBedürfniß. Das Gewicht der Vor- und Nachtheile wog sichin beiden Wagschalen einander ans. Dem entsprach ohneZweifel, den Umtausch zum Paricurs von 8l.zu machen.Setzen wir aber nun den Fall, neben dem Weinkäufer tauchtplötzlich ein zweiter auf, der auch eine Zahlung nach Frank-reich zn machen hat, der Gctreideverkäufer aber bleibt allein.Nun hat sich das Verhältniß geändert: dem einen, der dasBedürfniß hat, seinen Bezug von Gold aus Nantes zu er-sparen, stehen zwei gegenüber, die gleiches Bedürfniß haben,eine Geldsendung nach Frankreich zu ersparen. Sosort wirddie Lage des erster» die stärkere. Beide bewerben sich umdas, worüber nur einmal verfügt werden kaun. Der Wett-bewerb tritt ein. Daraus erklärt sich, daß der NachbarBaukicr für 100 Franken auf Bordeaux 81^ bietet. Beiihm haben sich mehr Leute gemeldet, die in der Lage unsersWcinkäufcrs sind, als solche, die wie der danzigcr Kaufmannans Frankreich ziehen können, d. h. mehr Leute, die iu Frank-reich gekauft, als solche, die dahin verkauft haben. Letzteresind die Herren der Lage. Aber wie weit sind sie dieHerren? Können sie ihre Ansprüche beliebig hochhalten, jenachdem die Bewerbung um das, was sie zu geben haben,steigt? Mit andcru Worten: Gibt es eine Grenze für dieEntfernung des jeweiligen Cnrses von der Mittelachse desParicurscs? Hier ist es, wo die Unterscheidung zwischenrichtigen und falschen Geldvcrhältnisscn zncrst sichtbar wird.