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tracts Schuldner wird. Dic Schuldurkunde ist dic Waare,die er bezicht, der Vorschuß der Preis, den er bezahlt.
Welchen Grund soll der zu auswärtige» Anlagen geneigteKapitalist haben, wegen Ucbcrschusscs der Waarcneinfnhrüber die Ausfuhr seiner Neigung halt'zu gebieten? Wasgeht's ihn an, wenn das Land nach außen für Waaren ein.Mehr schuldet?
Hier stellt sich nun eiue weitere Entgegnung ein. Derhohe Wechsclcurs aufs Ausland muß den Kapitalisten reizen,seine Forderung dem danach fragenden Waarcnkäufcr abzu-treten. Solange dic auswärtige» Wcchselcnrsc in der Näheder Parität stehen, mag er noch versucht sein, überschüssigeEinnahmen von auswärts stehenden Forderungen wieder imAuslande zu verwenden. Aber dcr hohe Wechsclcurs mußihn bestimmen, den Gewinn an diesem der neuen Anlegungim Auslande vorzuziehen. Man kann diesen Satz nochweiter ausdehnen und zu einer allgcmcincn Regel erheben,die nicht blos den eben geschilderten Fall, sondern alle Geld-anlagen in auswärtigen Werthen trifft. Dcr hohe Wechscl-curs vcrthcuert dic Anlagen im Auslande nnd muß folglichzu deren Einschränkung führen. Ein Kapitalist wird sichvorrechnen, daß er mit einem Wcrthpapicr in England weni-ger Zinsen macht, wcnn cr für das Pfund Sterling 20 Mark45 Pfennige, als wcnn cr wic chcdcm 30 Mark 35 Pfennigedafür gibt. Also die Neigung dcr Kapitalisten, Eingängedcr Zahlungsbalanz im Auslande zu lassen oder durch neueAnlagen im Auslande im Sinne dcr Waarcncinfnhr zirwirken, hat ihr Gegengewicht im Bedarf der Waarcnbalanz,wcnn die Zahlungsbcdürfnisse derselben unbefriedigt sindund dadurch dcr Wechsel steigt.