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seinem Kreise, jeder zu denen, zn welchen er Beziehungeir hat,die auf ihn hören, darauf hinweist, wie undurchführbar dasUltimatum ist, und in wie naher Zeit wir in die Erfüllungs>krisis hineinkommen!
Und damit wende ich mich noch einmal an dieRegierung. Meine Damen Und Herren! Diesem Be-streben, dahin zu wirken, das; die Welt einsieht, das Ultimatumist eine Unmöglichkeit, kann nur dann draußeu in der Weltdie Bahn gebrochen werden, wenn zu allererst das deutscheVolk das einsieht und sich dazu bekennt. (Lebhafte Zustimmungrechts.) Aber dagegen richten Sie einen Damm auf, wenu esvorkommen kann, daß hier von Regierungsseite erklärt wird:das Ultimatum ist erfüllbar, wir köuuen erfüllen, wenn wirnur wolleu! — Das ist das Gegenteil der Politik, die richtigist. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Und es ist anch dasGegenteil der Wahrheit! Herr Reichskanzler! Ich richteau Sie den Appell: Unterlassen Sie solche Aenßernnge»nnd sorgen Sie dafür, daß von jedem Mitglied der Regierungiu Zukunft solche Aeußerungen unterlassen werden. Ich binfest überzeugt, es gibt niemand ans der Regiernngsbank, leskann niemand auf der Regiernngsbank geben, der im Ernstglaubt, daß das Ultimatum auf irgendwelche längere Dauererfüllbar sei. Aber Sie glauben in Taktik machen zn müssen,zugunsten des dentscheu Volkes, indem Sie das Ultimatum alserfüllbar hinstellen. Diese Taktik ist grundfalsch, ist grnndver-kehrt! Meine Herreu von der Regierung, sagen Sie die Wahr-heit! Das ist die beste Taktik! Das ist die einzige Rettung!(Stürmischer Beifall nnd Händeklatschen rechts. ErregterWiderspruch und vereinzeltes Zischen links. Wiederholte leb-hafte Bravorufe rechts. Andauernde Znrnfe von den Sozial-demakratcu und ans der äußersten Liukeu: Wo bleiben dieSteuerpläne?! Erneuter Beifall und Händeklatschen rechts.Andauernde große Unrnhc links nnd Znrnfe: Urteutone.)