Der Ausbruch des Weltkrieges
entschlossenen Kriegswillen der russischen Kriegsparteivereitelt worden ist.
Noch bis zum Tag der Überreichung des Ultimatumsin Belgrad waren meine Freunde im Berliner AuswärtigenAmt im ungewissen, wie das Ultimatum ausfallen werde.Als sein Text unmittelbar vor der Übergabe in Belgradin Berlin eintraf, war man im Auswärtigen Amt von seinerSchärfe sichtlich überrascht.
Der Kaiser hat mir späterhin, längst ehe die Frage seinerangeblichen Schuld am Kriege in Deutschland eine Rollespielte, wiederholt von den damaligen Vorgängen erzählt.Er habe sich, um nicht durch unnötige Beunruhigung dieLage zu erschweren, auf den Rat des Kanzlers und desAuswärtigen Amtes entschlossen, die Nordlandsreise an-zutreten. Das Auswärtige Amt habe ihm über den weiterenVerlauf der Dinge spärliche und durchaus zuversichtlicheBerichte geschickt, auf Grund deren er die Hoffnung ge-hegt habe, daß sich alles friedlich erledigen werde. DerWortlaut des österreichisch-ungarischen Ultimatums habeihn aus dieser Hoffnung herausgerissen. Er habe, alsbaldnachdem er Kenntnis von dem Wortlaut erhalten habe,ohne weitere Nachrichten des Auswärtigen Amts abzu-warten, die sofortige Rückkehr nach der Heimat befohlen.„In Berlin eingetroffen," fügte er hinzu, „habe ich michsofort an die Telegraphenstrippe gehängt und beim Zaren,beim König von England und beim Kaiser Franz Josephalles versucht, um das Verhängnis aufzuhalten. Das wäre